Fragen und Antworten

Neues Projekt von Uni Kassel und TSG Wilhelmshöhe: „Wollen Kinder für Sport gewinnen“

Es geht nicht nur um den Handball: Julia Limmeroth leitet und koordiniert das Online-Sportprojekt für Grundschulkinder vom Sportinstitut der Uni Kassel und dem Förderverein der Wilhelmshöher Handballjugend.
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Es geht nicht nur um den Handball: Julia Limmeroth leitet und koordiniert das Online-Sportprojekt für Grundschulkinder vom Sportinstitut der Uni Kassel und dem Förderverein der Wilhelmshöher Handballjugend.

„Get Up. Stand Up. Move Up“ (auf deutsch: aufstehen, hoch bewegen). Unter diesem Motto wollen das Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) der Universität Kassel sowie die Handballjugend der TSG Wilhelmshöhe Grundschulkinder für ein Online-Trainingsangebot gewinnen.

Stattfinden soll es im Rahmen des TASK-Projekts, einer Kooperation von Stadt und Uni Kassel. Fragen und Antworten.

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ziel ist es, eine große Zahl von Kindern sportlich in Bewegung zu bringen. „Es ist für sie jetzt im zweiten Lockdown noch schwieriger als im ersten, sportlich aktiv zu bleiben. Viele von ihnen haben eben keinen Garten oder andere Möglichkeiten, wo sich austoben können. Und nicht bei allen können sich die Eltern kümmern“, sagt Projektleiterin und Koordinatorin Julia Limmeroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfSS. Dabei geht es nicht um Leistungssport, sondern vielmehr um die Freude an der Bewegung.
Wer treibt Planung und Durchführung voran?
Neben dem Institut für Sport und Sportwissenschaft der Uni Kassel engagiert sich die Handball-Jugendabteilung der TSG Wilhelmshöhe mit deren Förderverein. Limmeroth spielte dort lange und ist Trainerin der weiblichen C-Jugend. Aufseiten des IfSS sind neben der 29-Jährigen und Prof. Dr. Norbert Hagemann eine Reihe von Studierenden mit eingebunden. Auch der im Institut engagierte Florian Heussner, Hessenliga-Fußballer vom KSV Baunatal, ist dabei.
Wie soll das Projekt ablaufen?
Das Projekt soll Anfang Februar starten. Einmal pro Woche zu einem festen Termin wird online über Zoom eine von Sportstudenten geleitete Einheit angeboten. Nach dem ersten Monat werden die Einheiten von Jugendlichen der TSG Wilhelmshöhe weitergeführt. Teilnehmer werden in Gruppen von sechs bis acht Kindern zusammengefasst. Zunächst aber bieten die Organisatoren am 1. Februar eine digitale Informationsveranstaltung für Eltern an. Informationen gibt es zudem auf der Homepage der Wilhelmshöher Handballjugend. Obwohl diese am Projekt beteiligt ist, ist die Maßnahme nicht auf Handball beschränkt. „Wir wollen die Kinder für den Sport gewinnen. Egal, für welchen“, sagt Limmeroth. Darüber hinaus reichendes Ziel sei es, „dass Kinder, die das bisher nicht getan haben, in die Sportvereine gehen“.
Für welchen Zeitraum ist das Projekt geplant?
Nach dem Start in der ersten Februarwoche können die Kinder bis Ende März an den Einheiten teilnehmen. „Falls dann wieder analoger Sport möglich sein sollte, lassen wir das Projekt auslaufen. Aber das ist wohl zu optimistisch. Klappt es nicht, machen wir so lange weiter, bis es geht“, betont Limmeroth.
Welche Resonanz erhoffen sich die Initiatoren?
„Wir hoffen auf eine große Anzahl von Teilnehmern. Wenn wir die Zahl 50 erreichen, wäre das schon toll. Die Einheiten finden aber auch statt, wenn sich lediglich 20 Kinder anmelden“, erklärt Limmeroth.
Wie ist das Sportinstitut der Universität beteiligt?
Das IfSS begleitet das Projekt wissenschaftlich. Zu Beginn und am Ende werden Teilnehmer von Sportstudenten über die Homepage der Universität Kassel kurz befragt, um Erkenntnisse zu gewinnen und zu evaluieren. Auch Master- und Semesterarbeiten werden über das Projekt verfasst.
Wo können Interessierte sich anmelden?
Die Anmeldung erfolgt über die Homepage der Wilhelmshöher Handballjugend unter https://www.handballjugend-wilhelmshoehe.de/ (Wolfgang Bauscher)

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