Kanuten des PSV Grün-Weiß Kassel sind in Neuseeland und Frankreich erfolgreich

„Es ist wie bei Olympia“

Strahlende Medaillengewinner: Die PSV-Kanuten (von links) Ulrich Fahlbusch, Harald Brückmann und Helga Fahlbusch waren im Kajak und wie hier im Drachenboot erfolgreich. Foto: Kopp

Kassel. Die Kanuten des PSV Grün-Weiß Kassel haben auf der internationalen Bühne für Furore gesorgt. Bei den World Master Games in Neuseeland und der Drachenboot-EM holten sie zahlreiche Medaillen.

World Master Games

Die World-Master-Games sind eine Multisport-Veranstaltung für Senioren, bei der 25 Sportarten vertreten sind. Das Mindestalter beträgt bei den Kanuten 35 Jahre. In Neuseeland waren 27 000 Akteure am Start. „Es ist wie bei den Olympischen Spielen – mit Eröffnungs- und Schlussfeier“, sagt Harald Brückmann. Der PSV-Rennkanute holte in den Disziplinen Kajak und Drachenboot zehn Medaillen (1x Gold, 7x Silber, 2x Bronze) und war damit bester deutscher Athlet aller Sportarten. „Ich hatte dabei Glück, dass wir so viele Disziplinen hatten“, sagt er.

Die 36-stündige Anreise nach Auckland hatte auch Helga Fahlbusch auf sich genommen. Sie war ebenfalls im Kajak – auch zusammen im Zweier-Mix mit Brückmann – und Drachenboot für Deutschland im Einsatz. Und für sie lief es ebenfalls sehr erfolgreich. Vier Medaillen nahm sie mit nach Hause, zweimal Silber im Kajak und jeweils einmal Gold und Silber im Drachenboot.

Zehn Tage lang waren die beiden PSV-Kanuten in Neuseeland, allerdings hatten sie nicht viel Zeit, andere Sportarten zu sehen. Dafür hatten Fahlbusch und Brückmann zu viele eigene Starts, die meist parallel zu anderen Sportevents stattfanden.

Drachenboot-EM

Bei der Europameisterschaft der Vereine traten Helga und Ulrich Fahlbusch sowie Andre Hillebrecht und Florian Rabani aus dem PSV-Lager an. Im französischen Devionne waren die Kasseler für die Neckar-Drachen in Zehner- und 20er-Booten am Start. Ulrich Fahlbusch holte fünf Medaillen – viermal Gold und einmal Silber. Noch erfolgreicher war Helga Fahlbusch, die fünfmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze holte. „Ich habe in jedem meiner acht Rennen eine Medaille gewonnen“, freute sie sich. Auch für die beiden weiteren PSV-Starter gab es Medaillen. Hillebrecht holte zweimal Gold, Rabani sogar drei Titel.

Seit 2008 starten die Fahlbuschs für die Neckar-Drachen. Früher fuhren sie Wildwasser-Kanu – Ulrich Fahlbusch war sogar mit seinem Bruder in der Nationalmannschaft. Mittlerweile schätzen sie aber die Drachenboot-Wettkämpfe. „Es ist wie ein Motor, es muss rund laufen. Jeder muss sich dem Team unterordnen. 20 gute Einzelfahrer machen noch kein gutes Drachenboot-Team“, sagt Ulrich Fahlbusch, der vor allem die Gemeinschaft schätzt.

Von Manuel Kopp

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