Derby in der Fußball-Verbandsliga

OSC Vellmar siegt mit Glück 2:1 gegen SV Türkgücü

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Akrobatisch: Vellmars linker Außenverteidiger Janik Ziegler (rechts) kommt diesmal vor Atakan Özdemir, dem Torschützen des SV Türkgücü, an den Ball. 

Vellmar – Es war ein schwaches Spiel. Und hätte keinen Sieger verdient gehabt. Weil der OSC Vellmar aber das Glück auf seiner Seite hatte, schlug er den SV Türkgücü im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga mit 2:1 (1:1).

Das Geschehen auf dem Rasen verlief ereignisarm und meist niveaulos. Interessanter waren da schon die Begleiterscheinungen am Rande. Und die sorgten für Gesprächsstoff. Denn in einer fairen Partie der Nachbarn gab es nur vier Gelbe Karten für die Akteure. Fünfmal zückte Schiedsrichter Marcus Rolbetzki hingegen Kartons für die Bank der Gäste. Zweimal Gelb und damit Rot für Trainer Hüseyin Üstün (90.+2), glatt Rot für Co-Trainer Edin Karavdic (76.) sowie Gelb für Ersatztorhüter Lukas Perzel (72.). Stets waren verbale Einlassungen der Betroffenen an der Seitenlinie der Anlass.

All dies waren unrühmliche Höhepunkte einer Begegnung, die fast keine zu bieten hatte. Sehenswerte Szenen blieben Mangelware. Die Ausnahme ereignete sich in der 11. Minute. Bei einem Türkgücü-Konter wurde Enver Maslak links freigespielt, und dessen Hereingabe drückte der anstürmende Atakan Özdemir zum 1:0 über die Linie.

Nicht nur wegen des Führungstreffers gab der mit zehn früheren Vellmarern im Aufgebot angetretene SVT vor der Pause die bessere Figur ab. Der Aufsteiger betrieb hohen Aufwand, wirkte quirlig und bissig und legte das Angriffsspiel der Vellmarer lahm. Diesen mangelte es an Ideen, was wohl nicht nur am Fehlen von Enes Glogic lag. Zudem fanden die langen Bälle, meist von Dennis Schanze geschlagen, keine Abnehmer.

Bis zur letzten Aktion vor dem Halbzeitpfiff sprach nichts für den OSC. Dann aber zog Schanze aus 20 Metern einfach mal ab. Mit dem Außenrist geschlagen drehte sich der Ball nach Außen und landete zum 1:1 im Netz (45.+2). Es war das viel beschworene Tor aus dem Nichts. Türkgücü-Schlussmann Moumen Kam Naksh sah dabei etwas unglücklich aus. „Es war ein Flatterball, und er kam durch zwei Leute hindurch“, schilderte er die für ihn knifflige Szene.

Auch nach dem Wechsel blieben beide Mannschaften vieles schuldig. Wieder kam Fortuna den Vellmarern zu Hilfe. Nachdem sich der von Türkgücü gut kontrollierte Torjäger Serkan Aytemür einmal mehr festgedribbelt hatte, brachte Maik Siebert doch noch eine scharfe Flanke nach innen. Beim Klärungsversuch traf Türkgücüs Onur Böyükata unglücklich zum 2:1-Endstand für den OSC ins eigene Tor.

„Das war schlecht. Aber lieber so gewinnen als gut spielen und verlieren, wie es uns mehrmals passiert ist. Immerhin sind wir nach dem Rückstand geduldig geblieben“, sagte Vellmars Trainer Jörg Müller. Sein Gegenüber Hüseyin Üstün war bedient. „Wir haben es nach der Pause taktisch nicht mehr gut gemacht und strahlen nach vorn zu wenig Gefahr aus“, merkte der Türkgücü-Coach an.

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