Pfeilschneller Kreisläufer

Deutscher Vizemeister im Feldhandball: Kurt Himmelmann feiert 70. Geburtstag

Kommt frei zum Wurf am Kreis: Kurt Himmelmann erzielt einen seiner beiden Treffer für die SVH Kassel am 21. Juni 1973 beim 14:11-Heimsieg gegen die TS Steinheim. Archivfoto: Baron

Kassel. Sehr spät – erst mit 19 Jahren – begann Kurt Himmelmann seine erfolgreiche Handball-Karriere. Aber dann startete er richtig durch.

Und wurde sieben Jahre später – 1973 – in Wetzlar mit der SVH Kassel Deutscher Vizemeister im Feldhandball. Heute wird der pfeilschnelle Kreisläufer 70.

Seinen Jubeltag feiert er gleich zweimal. Heute steigt zuhause „der Herrentag“, wie Himmelmann seine erste Geburtstagsfete nennt. Hierzu hat er einige Althandballer, darunter auch den Senior der ehemaligen Sutter-Elf, Horst Beisheim (84), sowie Gymnastik- und Fahrradfreunde eingeladen. Am Freitag feiert er in einem Kasseler Restaurant mit der Familie und den Daspel-Oldies. Hierzu sind unter anderen auch Hermann Bork und Henner Nordheim aus der 1973er-Mannschaft mit von der Partie.

„Eigentlich war das Fußballspielen meine große Leidenschaft. Doch während der Bundeswehrzeit in Stadtallendorf haben wir in der Freizeit nur Handball gespielt. Und da hat mich ein Übungsleiter entdeckt und mir die Handball-Laufbahn empfohlen“, blickt Kurt Himmelmann auf die sportliche Wende zurück. Weil er schon vorher jahrelang für die SVH die Fußballschuhe schnürte, schloss er sich auch der Handball-Abteilung an, mit der er bis 1992 auf Torejagd ging.

Neben dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft gehörte ein Testspiel mit der Hessenauswahl gegen die Deutsche Nationalmannschaft zu seinen sportlichen Höhepunkten. In der Kasseler Königstorhalle unterlag das Team mit den Nordhessen Jockel Bock, Kurt Himmelmann (beide SVH) und Franz Wagner (Gensungen) im Juni 1972 der deutschen Auswahl, die sich auf Olympia vorbereitete, vor 1000 Zuschauern mit 17:27. Bei den Gästen wirkten auch die Weltklasse-Handballer Herbert Lübking, Josef Karrer sowie die Torhüter Kater, Bode und Ratjen mit.

Schon seit Jahren reduziert eine Arthrose im linken Knie seine sportlichen Aktivitäten. Zwei Operationen musste er über sich ergehen lassen. „Im Oktober 2015 haben mir die Ärzte schließlich ein neues Knie eingesetzt. Ich kann jetzt wieder gymnastische Übungen machen, und einmal im Monat unternehme ich unter anderen mit den Althandballern Adi Plümpe, Wilfried Dopp und Jürgen Neumann eine 50-Kilometer-Radtour“, erzählt Himmelmann stolz. Er schränkt aber auch sogleich ein: „Mein Fahrrad ist ein E-Bike.“

Von Günter Grabs

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