Mehr Plätze dank hoher Resonanz

HNA-Aktion für Pflegekräfte: 100 Teilnehmer aus der Branche sind dabei

Kassel. Die Reaktionen waren überwältigend. Mit unserer neuen Aktion „Gutes für die, die Gutes tun“ haben wir einen Nerv getroffen. 100 Teilnehmer erhalten ein achtwöchtiges kostenloses Fitnesstraining.

Gemeinsam mit den sechs Fitnessstudios Balance und Injoy aus Kassel, dem Balance in Hann. Münden, dem Fitnesspark in Bebra, dem Medifit Wolfhagen und dem Sportcenter No Limits Homberg rücken wir jetzt Menschen aus Pflegeberufen in den Fokus.

Sie erhalten acht Wochen kostenloses Fitnesstraining, die gezielt ausgerichtet sind auf die Bedürfnisse von Pflegekräften. Vorträge und weitere Informationen von Themen wie Ernährung und Umgang mit psychischen Belastungen ergänzen das Rundum-Paket, das die Experten geschnürt haben.

Die Aktion

In den vergangenen zwei Wochen konnten sich Pflegekräfte bewerben. Ursprünglich hatten die Fitnessstudios 80 Plätze zur Verfügung gestellt. Je 20 in den beiden Standorten in Kassel, je zehn in den vier anderen in der Region. Aufgrund der Vielzahl der Rückmeldungen haben sich die Studioinhaber allerdings kurzerhand entschieden, die Zahl der Plätze zu erhöhen, um möglichst vielen Bewerbern die Teilnahme zu ermöglichen.

„Dieses Projekt ist eine Herzensangelegenheit“, sagt Marina Orth, Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement und zugleich Botschafterin der Gemeinschaft Nordhessen trainiert, zu der sich die beteiligten Fitnessstudios zusammengeschlossen haben. „Wir sind begeistert von der Resonanz, den vielen positiven Briefen, E-Mails und der Wertschätzung derer, die sich gemeldet haben. Das bestätigt uns darin, dass es richtig war, diese Aktion mit ins Leben zu rufen. Außerdem hoffe ich, dass auch Arbeitgeber und die Politiker auf die Bedürfnisse von Pflegekräften aufmerksam werden.“

Ähnlich sieht das Lutz Debus vom Sportcenter No Limits aus Homberg. „Ich hatte keine konkreten Erwartungen. Umso schöner sind die tollen Reaktionen, die wir erhalten haben. Ich hoffe, dass wir die Richtigen damit getroffen haben.“

Überrascht von der Vielzahl und Kreativität der Bewerbungen: Sportredakteurin Michaela Streuff (links) und Gesundheitsbotschafterin Marina Orth.

Das sind die Teilnehmer

Sie sind zwischen 16 und 60 Jahre alt. Klar, der Großteil ist weiblich, da ja auch die Mehrzahl der Pflegekräfte Frauen sind. Sie arbeiten als Hebammen, Krankenschwestern, Altenpfleger, im Hospiz, Seniorenheim oder einer Arztpraxis. Sie pflegen Kinder, Erwachsene und begleiten Sterbende auf dem letzten Weg. Kurzum: Die Teilnehmer an der Aktion sind ein bunter Querschnitt all jener Berufe, die sich im Alltag für andere einsetzen. Nun wird sich um sie gekümmert.

Viele spüren bereits die Belastungen des Berufs. „Die Bandscheiben haben sich zum ersten Mal deutlich gemeldet, und der Druck nimmt stetig zu. Aber noch möchte ich einige Jahre in diesem Berufsfeld tätig sein. Ihr Angebot würde dabei sicherlich helfen“, schreibt beispielsweise eine 42 Jahre alte Teilnehmerin, die in der Altenhilfe arbeitet. Eine Krankenschwester berichtet, dass sie auch weiterhin in der Lage sein möchte, das Klinikum mit ihrer Arbeitskraft zu unterstützen und nicht wie viele andere Kollegen das Weite suchen wolle, da alles nicht mehr schaffbar sei.

Eine Gesundheitspflegerin (27) sagt: „Ich fände es schön, wenn die Gesellschaft und Politik endlich mehr auf Pflegeberufe und auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam werden würde, welche sich zukünftig aufgrund des immer größer werdenden Mangels an Pflegekräften noch deutlich verschlechtern werden. Ich denke, solche Aktionen wie diese könnten dazu einen kleinen Teil beitragen, und dafür bin ich sehr dankbar – reden tun viele, aber aktiv wird kaum einer.“

Rubriklistenbild: © pixabay

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