Kasseler Sportplätze: Im Tor stand an der Dönche mit Lothar Guth eine Ikone

Platz mitten in der Natur

Sportanlage Auf der Dönche: Links ist der A-Platz mit Tribüne zu sehen, rechts im Hintergrund befindet sich der Kunstrasenplatz. Foto: Schachtschneider

Kassel. Eigentlich spielten die Nordshäuser Fußballer schon immer an der Dönche. Doch bevor ihnen 1960 die Sportanlage übergeben wurde, waren es eher Wiesen, die für die Fußballspiele hergerichtet wurden.

• Das macht die Anlage aus: Jeder der drei Sportplätze hat sein eigenes Flair. Sei es der alte Platz, der früher wegen seiner mit Rotkranz aufgeschütteten Sechzehnmeterräume nicht von allen geliebt wurde. Charme hat aber seine alte Holztribüne. Der neue Platz, der rundherum mit Büschen und Bäumen bewachsen ist, erzeugt eine besondere Atmosphäre – vor allem wenn ein Spiel gut besucht ist. Auf dem Kleinfeld schließlich kann das ganze Jahr trainiert werden.

• Dies bleibt in Erinnerung: Gern denken die Nordshäuser an die Zeiten der gut besuchten Spiele zurück, als die Erfolge Sportler und Zuschauer zusammenschweißten. So wie bei den Aufstiegen in den 1980er und 1990er Jahren.

In den vergangenen 40 Jahren blicken allein drei Trainer auf 30 Amtsjahre in Nordshausen zurück. Auf die längste Verweilzeit kommt Gerd Iksal. Er trainierte elf Jahre den SVN. Unter ihm gelang der Aufstieg in die Gruppenliga. Zehn Jahre und ein paar Monate hatte Uwe Habedank an der Dönche das sagen. Mit ihm glückten zwei Aufstiege, zunächst in die Bezirksliga und zwei Jahre später in die Gruppenliga. Horst Schmidt amtierte neun Jahre lang. Er führte den SVN 1995 in die Landesliga.

Nicht zu vergessen sind die Funktionäre Sepp Hirsch, Peter Scholz, Gerd und Berthold Itter oder Reinhard Keßler, der nun seit fast 40 Jahren Mädchen für alles ist. Einer ist gefühlt schon immer für die Nordshäuser Fußballer da: Dieter Simon. Er winkt, wenn kein Gespann vor Ort ist, und sieht immer nach dem Rechten. • Sie hinterließen Spuren: Hier sind viele Namen zu nenen zu nennen wie etwa Torwart-Ikone Lothar Guth, Trainer und Spieler Uwe Habedank sowie Sohn Frank, Klaus Raabe, Thomas Jäger, Achim Freudenstein, Dirk und Jörg Peter, Gregor und Stefan Jäger, Bomber Uwe Lecke, der schon mal ein Tor aus 40 Metern erzielte, der schnelle Dirk Lotz oder Schlitzohr Frank (Sammy) Schmid.

Zum Meisterteam 1995 gehörten noch Marc Thiele, Norbert Gebhardt, Matthias Lengemann, Davor Nikolic, Matthias Holl und die Reich-Zwillinge. Auch Harez Habib lernte hier das Fußballspielen. Selbst die Mason-Zwillinge waren auf der Dönche am Ball. Der Platz reicht nicht aus, um alle aufzuzählen.

• Diese Vereine sind oder waren hier zu Hause: An der Dönche spielte immer nur der SVN. Die Zuschauer bewirtet er im neuen Klubhaus. (sdx)

Alle Sportplätze unserer Serie finden Sie im Internet unter http://zu.hna.de/spplatz

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