Oberligist ACT Kassel wird Vierter

Plötzliches Ende der Basketball-Saison: TSV Vellmar schafft Klassenerhalt

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Der Ball ist im Korb: So eine Szene gibt es in dieser Saison in den hessischen Basketball-Ligen nicht mehr. Der Verband hat aufgrund des Coronaviru s die Spielzeit beendet. 

Die Entscheidung kam vergangene Woche unerwartet, aber sie war sinnvoll: Der Hessische Basketball-Verband beendete die Saison zwei Spieltage vor dem geplanten Schluss. Die Auswirkungen des Coronavirus zwangen die Verantwortlichen zu diesem Schritt. Die Stände nach dem drittletzten Spieltag sind die Abschlusstabellen und entscheiden über Meisterschaft sowie Auf- und Abstieg. Wir geben einen Überblick über die Ober- und Landesliga.

Oberliga

TSV Vellmar: Lange drohte den Damen des TSV Vellmar der Abstieg. Mit dünnem, zudem von vielen Ausfällen geschwächten Kader, kamen die Moskitos erst vor wenigen Wochen in Schwung. Mit zwei Siegen in Folge kletterten sie auf Rang sechs und sicherten damit den Klassenerhalt. „Wir sind sehr froh, dass wir es gerade noch so geschafft haben. Aber wir sind auch leistungsorientiert und hätten die beiden letzten Spiele gern noch gemacht und gewonnen“, sagt Cinnamon Hepburn, mit 142 Punkten erfolgreichste Werferin des TSV. Bedauerlich findet sie den unwürdigen Ausklang der Saison. „Wir können uns nicht treffen, wir können nicht trainieren und wir können keine Abschlussfeier machen. Wo wir doch gerade etwas zu feiern hätten. Aber das holen wir nach“, betont Hepburn.

Für Trainer Mensur Krasniqi ist das verfrühte Saisonende kaum noch ein Thema. „Wir waren auf einem guten Weg und ich glaube, wir hätten die beiden Spiele gewonnen. Auch so haben wir den Klassenerhalt geschafft, und darum mache ich mir keinen Kopf mehr“, sagt er. Auch die Gedanken an die kommende Saison stellt er hinten an: „Das ist gerade zweitrangig. Wenn sich alles mal wieder beruhigt hat, werde ich das Nötige mit dem Team besprechen.“ Vorrang hat für Krasniqi, „dass die Spielerinnen gesund bleiben, die Situation mit gesundem Menschenverstand angehen und Ruhe bewahren“.

ACT Kassel:Für die ACT Kassel hat das vorzeitige Saisonende keine großen Auswirkungen. Es stand zwei Spieltage vor Schluss schon so gut wie fest, dass das Team auf dem vierten Tabellenplatz bleibt. Aber selbst wenn es für die Nordhessen noch um Meisterschaft oder Abstieg gegangen wäre, würde Trainer Hüseyin Eser den Saisonabbruch als einzige Option sehen. „Das wäre doch irrsinnig, wenn wir weiter unserem Hobby nachgegangen wären und die Gesundheit der Allgemeinheit und meiner Spieler in Gefahr ist“, sagt er.

Für seine Mannschaft sei es eine Saison mit Höhen und Tiefen gewesen. So gewann die ACT einmal gegen den Meister Weiterstadt und sogar zweimal gegen den Vizemeister Krofdorf/Gleiberg. Sie musste aber auch bittere Niederlagen gegen Teams hinnehmen, die hinter den Kasselern in der Tabelle standen. „Der vierte Platz spiegelt gut wider, was wir in dieser Saison gezeigt haben“, sagt Eser, der sich freut, dass sein Team zum Ende der Saison immer konstanter wurde.

Und in einer Statistik steht die ACT sogar ganz oben: Florian Höhlschen erzielte 323 Punkte in 15 Partien, das entspricht einem Schnitt von 21,5 Punkten pro Spiel – und ist Bestwert der Liga.

Eser verweist darauf, dass sein Team „wieder einmal einen Umbruch hinter sich hat“. So war nur ein Spieler älter als 24 Jahre. „Wenn wir so zusammenbleiben, haben wir gute Aussichten“, sagt Eser. Wann und wie auch immer es mit der neuen Saison weitergeht.

Landesliga

Für die Landesligisten spielt das vorzeitige Saisonende keine Rolle. Bei den Frauen hatte der CVJM Kassel die Meisterschaft schon seit dem 1. Februar sicher. Die Männer der ACT Kassel III als Vierter und ACT II als Sechster hatten mit Auf- und Abstieg nichts zu tun.

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