Baunataler Heber mit zwiespältiger Bilanz

Prochorow bei Gewichtheber-WM auf Rang elf

Auf Rang elf: Gewichtheber Alexej Prochorow.

Anaheim/Kassel. Alexej Prochorow hat bei der Weltmeisterschaft der Gewichtheber in Anaheim (USA) den elften Platz belegt.

Der Superschwergewichtler des GSV Eintracht Baunatal bestätigte im Reißen mit 190 kg seine Bestleistung von 2015, im Stoßen bewältigte er 216 kg, scheiterte im dritten Versuch aber am persönlichen Rekord von 225 kg. Die Zweikampfleistung des 27-jährigen lag mit 406 kg über den enttäuschenden 393 kg von der Deutschen Meisterschaft gut drei Wochen zuvor.

Weltmeister in der Königsklasse wurde Olympiasieger und Titelverteidiger Lascha Talachadse aus Georgien. Der 24-Jährige steigerte seine eigenen Weltrekorde im Zweikampf um vier auf 477 Kilogramm und im Reißen um fünf auf 220 kg. Im Stoßen brachte er 257 kg zur Hochstrecke.

Prochorows Bilanz fällt zwiespältig aus, schließlich fehlten in Anaheim vor den Toren von Los Angeles die gesperrten Heber aus neun Nationen. Zwar steigerte er sich auch gegenüber den Olympischen Spielen 2016 in Rio (180 + 225 = 395 kg) um elf Kilogramm und fünf Plätze, bei der letzten WM 2015 in Houston aber war er mit höherer Zweikampflast (190 + 222 = 412 kg) auf Rang 14 gekommen. Zum Iraner Behdad Salimikordasiabi (211 + 242 = 453) auf dem Bronzerang fehlen dem Deutschen nun 47 Kilogramm. Matthias Steiner hatte bei seinem Olympiasieg 2008 insgesamt 461 kg (203 + 258) geschafft.

Der Baunataler, der in Mannheim Betriebswirtschaft studiert, bestätigte im Reißen seine Trainingsleistung. Über 180 und 185 kg steigerte er auf 190 kg im dritten und letzten Versuch, die er allen technischen Problemen der letzten Wochen zum Trotz dann auch sicher bewältigte. Im Stoßen startete Prochorow mit 207 kg, wuchtete anschließend 216 kg in die Höhe. 225 kg im letzten Versuch aber und damit persönliche Bestleistung waren diesmal noch zuviel für den deutschen Kronprinzen hinter dem derzeit verletzten Almir Velagic (36) auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. (sam/dpa)

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