Was war denn da los? Kasseler Kegler erkennen Jury-Irrtum und verzichten auf Silber

Ein Protest der besonderen Art

Zwei Mitglieder der Kasseler Mannschaft: Uwe Schlitzberger (links) und Walter Ullrich. Foto: Beckherrn/nh

Kassel. Als der Mannschafts-Wettkampf bei den Deutschen Dreibahnen-Meisterschaften in Wolfsburg beendet war, leuchtete hinter dem Ergebnis des Kasseler Kegler-Teams eine „2“ auf. Das Senioren-A-Quartett des KKV mit Carsten Blume, Uwe Schlitzberger, Werner Schumann und Walter Ullrich hatte demnach mit 3341 Holz Silber hinter Gastgeber Wolfsburg geholt. Ausgezeichnet wurde es aber am Ende mit Bronze. Was war denn da los?

Als die vier Nordhessen zum gemütlichen Teil übergegangen waren, auf den Erfolg anstoßen wollten und noch einmal den Auftritt Revue passieren ließen, fiel auf, dass sich das Schiedsgericht bei Schumanns Einzelresultat vertun haben muss. Der Kasseler war sich sicher, dass er nicht 848, sondern lediglich 834 Zähler erkämpft hatte. „Können wir uns freuen, wenn wir Silber erschummelt haben?“, stellten sich die KKV-Senioren laut Schlitzberger die Frage. Die klare Antwort: Nein. Also gingen sie zur Jury, die eigentlich schon mit der Beschriftung der Urkunden begonnen hatte, und legten Protest ein: „Wir möchten kein Silber.“ Die Wettkampfrichter schauten erst verdutzt, dann zollten sie den Kasselern Anerkennung für ihr faires Verhalten. So wurde der KKV auf den Bronzerang eingestuft, für den zweiten Platz wurde somit der Verein Göttinger Kegler (3335) ausgezeichnet. • Weitere Ergebnisse mit Kasseler und Baunataler Beteiligung: Herren A: 10. Uwe Schlitzberger (KKV) - Herren B: 13. Werner Schumann, 16. Walter Ullrich (beide KKV) - Herren C: 19. Roland Schröder (KKV) Damen A: 14. Uta Böth (KSV Baunatal)

Von Björn Mahr

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