Reaktionen: Handballer über Schiedsrichtersoll

Reaktionen der Spieler: Punktabzug wird heiß diskutiert

Kassel. Die Punktabzüge im Handball für Klubs, die nicht genügend Schiedsrichter stellen, werden vielfältig diskutiert. Nach dem entsprechenden HNA-Bericht erhielten wir Reaktionen u. a. von betroffenen Spielern und Vereinsfunktionären. Ein Auszug:

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Alle gemeinsam müssen dieses Problem. Aber: Uns wird die gute Jugendarbeit zum Verhängnis. Wir als erste Mannschaft werden dafür bestraft, dass der Klub solide arbeitet – im Senioren- und hauptsächlich im Jugendbereich. Erst investieren wir in Jugendtrainer und Spielbetrieb, dann verlassen uns gut ausgebildete Kinder zu anderen Klubs, und dann folgt noch eine Geldstrafe wegen fehlender Schiedsrichter.

Nun haben wir Jugendliche und Altschiris gewonnen, in der nächsten Serie für den TVH zu pfeifen. Sie werden aber erst in der Saison 17/18 angerechnet, sodass wir auch 16/17 wieder mit Geldstrafe und Punktabzug rechnen müssen. Das soll verstehen wer will. Kai Hüter  

Torwart Hess. Hersfeld und Jugendtrainer

Es gibt Regeln, auch für das Erfüllen des Schiedsrichtersoll. Die Vereine, die nun mit Punktabzug bestraft werden, hatten zwei Jahre um ihre Aufgaben zu erfüllen. Sie haben Geldstrafen bezahlt und nichts geändert. Ist das fair gegenüber denen, die ihr Soll erfüllen? Nein! Es gibt Vereine die öfter bestraft werden. Sie nehmen sich das Recht, andere für Schiedsrichter sorgen zu lassen, sie bezahlen reben dafür. Es sollte nicht über eine Regeländerung sinniert werden, sondern darüber, wie wir mehr Schiedsrichter für unseren tollen Sport gewinnen.

Eberhard Davin, Hofgeismar ehemaliger Bezirkslehrwart und Jugendtrainer

Ich gebe es nicht auf, dem Verband Hinweise, nein Hilferufe zu senden! Zwei Probleme unserer ehrenamtlichen Tätigkeit bleiben ungelöst: Punktabzüge und Ausbildungsvergütung für Jugendliche! Der Verband lässt die Vereine nicht nur allein, er bestraft sie auch noch. Das ist deprimierend!

Alle Jugendspiele inklusive Bezirksoberliga und Seniorenspiele bis Bezirksoberliga sollten nur noch von Heimschiedschiedsrichtern geleitet werden. Verein, die dies nicht leisten (können), müssen eine teure externe Lösung anfordern. So würden Klubs motiviert, selbst die Spiele zu besetzen, um Geld zu sparen. Peter Norwig Vorsitzender HSG Baunatal

„Bolle“ schlägt vor: Alle Vereine einer Liga zahlen Betrag X in einen Pott. Nach der Saison wird er anteilig der gestellten Schiedsrichter zurückgezahlt.

Rubriklistenbild: © ws

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