Handballturnier der TSG Dittershausen mit 110 Mannschaften

Ein bisschen Sport, ein bisschen Mathematik: Sophia Schäfer (von links), Julia Müller, Tessa Gumz und Jana Schindler vom Team der „Lattenknaller“ mit eigenwilligen Nummern. Foto: Fischer

Fuldabrück. Am Samstag trotzten sie der Hitze, am Sonntag strömendem Regen. Vom Handballspielen ließen sich 110 Mannschaften beim Turnier der TSG Dittershausen jedoch nicht abhalten.

Schon gar nicht die sogenannten Spaßmannschaften wie die Lattenknaller, sonst als weibliche A-Jugend der JSG Dittershausen/Waldau im Einsatz.
Aufsehenerregend ist nicht nur der Name, sondern auch die Rückennummern. Zum Beispiel 24,6², oder ½. „Ich bin die Kleinste. Für eine ganze Zahl auf dem Trikot hat es nicht gereicht“, scherzt Sophia Schäfer, die Nummer ½. Und wenn sie wächst? „Dann bekomme ich ein neues Trikot.“ Blendende Laune wie Schäfer versprüht auch der Rest des Teams. Kein Wunder, denn die Mädchen gehören zu jenen, die am Sportplatz übernachten und dazu ein kleines Zeltdorf errichtet haben.

Wobei sich ihr Spaß zunächst in Grenzen hält. Sie unterliegen der HSG Baunatal 6:8, Zwehren/Kassel gar 0:8. Fortan geht es aufwärts. Nach dem Unentschieden gegen den SV Kaufungen schlagen sie Ost-Mosheim/Malsfeld 5:1. Danach ist Abklatschen untereinander angesagt sowie mit Trainer Stefan Leptien und Co-Trainerin Tanja Geßner – und schon stellt sich Partystimmung für die Nacht ein.

Discoklänge tönen schon den ganzen Tag über den in vier Handballfelder unterteilten Dittershäuser Sportplatz. Auf und neben ihm herrscht Betriebsamkeit. Auf der Seite unter den Bäumen lagern viele Aktive samt Anhang im Schatten. Was am Samstagmorgen mit den Spielen der wuseligen Bambini begann, endet am Abend mit den Mitternachtsturnieren der Männer und Frauen. Die Party mit DJ zieht sich tief in die Nacht hinein.

Weil es ein Spaßturnier ist, treten Mannschaften wie Bierhector, in dessen Reihen mit Benjamin Gunkel, Igor Schuldes, Max Gribner und anderen in der Szene bekannte Namen stehen, oder die Casselfornia Girls an. Und Spaß haben fast alle Beteiligten. Wobei gelegentlich daraus doch Ernst wird, wenn Ehrgeiz und Einsatz überhandnehmen.

Ließen es sich nach ihren Einsätzen gut gehen: Die „Batmen“ Marius Kraus (links) und Luan Appel. Foto: Fischer

Nicht den Spaß verderben lassen sich Marius Kraus (9) und Luan Appel (8). Ihre Einsätze für die TSG haben sie hinter sich und genießen nun den Tag auf dem Platz, geschminkt mit Batman-Masken. „Wir haben vier Marken für Pommes, die teilen wir uns“, sagt Marius und Luan verkündet stolz: „Ich darf jetzt allein hierbleiben. Meine Eltern sind gegangen und haben gesagt, ich soll auf mich selbst aufpassen.“ Beim Dittershäuser Turnier ist das kein Problem, und lang bleiben die Eltern dann doch nicht weg.

Alles lief also bestens. Auch die FSG Klein-Linden/Lützellinden traf noch ein, obwohl sie irrtümlich erst im Schwalmstädter Ortsteil Dittershausen landete. So wie im Vorjahr die JSG Münden/Volkmarshausen, welche diesmal auf Anhieb richtig war.

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