Zurück zu den Wurzeln

Ralf Rößler trainiert wieder den Fußball-Verbandsligisten Türkgücü

Vor der neuen Wirkungsstätte: Türkgücüs neuer Trainer Ralf-Jürgen Rößler vor dem Eingang des Kasseler Nordstadtstadions.
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Vor der neuen Wirkungsstätte: Türkgücüs neuer Trainer Ralf-Jürgen Rößler vor dem Eingang des Kasseler Nordstadtstadions.

Nach dem Rücktritt von Trainer Hüseyin Üstün ist der Fußball-Verbandsligist auf der Suche nach einem Nachfolger in Ralf-Jürgen Rößler schnell fündig geworden.

Kassel - Mit dem 59 Jahre alten Ralf-Jürgen Rößler, meist nur Ralf genannt, übernimmt letztlich einer die Tätigkeit beim Klub aus der Nordstadt, den selbst die sogenannten Experten nicht auf dem Schirm hatten.

„Offensichtlich hatte man gute Erinnerungen an mich, denn vor mehr als 30 Jahren habe ich in einer Spielzeit meine Visitenkarte beim damaligen Gruppenligisten SV Türkgücü abgegeben“, war selbst der erfahrene Fußballer überrascht, dass sich der Klub noch an ihn erinnerte.

Rößler war in der Zeit nach seinem damaligen Engagement vor allem im Jugendbereich tätig. Bevor er in den vergangenen vier Jahren als Sportlicher Leiter und ein ganz klein wenig auch als Co-Trainer von Coach Tobias Nebe beim Hessenligisten KSV Baunatal tätig war, betreute er fünf Jahre lang erfolgreich Jugendteams des OSC Vellmar. So war er Trainer der U 17 sowie der U 15 und ganz nebenbei auch Sportlicher Leiter des Klubs.

Rößler, der mit seiner Familie in Söhrewald-Wellerode lebt, ist noch im Polizeidienst tätig. Aber ab dem Jahresende hat er nach 43 Dienstjahren wieder mehr Freizeit, weil er in den Ruhestand versetzt wird. Zuletzt war der 59-Jährige, der in seiner Laufbahn verschiedene Dienststellen – auch in Südhessen – durchlaufen hatte, sechs Jahre in der Verkehrserziehung vor allem an Schulen tätig.

Fußball gespielt hat er natürlich auch. Los ging es einst bei der Spvgg Olympia, für die er auch in der damaligen Hessenliga im Einsatz war. Bedingt durch seinen Polizeidienst in Frankfurt kickte er dort zwei Jahre für RW Frankfurt in der Hessenliga. Ein Kreuzbandriss beendet dann seine Karriere. Bereits im Alter von 28 Jahren erwarb er beim hessischen Fußballverband die Trainer B-Lizenz, mit 34 die A-Lizenz in Kaiserau, in der Sportschule des Westdeutschen Fußball-Verbandes. An diesem Lehrgang nahmen bekannte Fußballer wie Kopfball-Ungeheuer Horst Hrubesch teil.

Erste Versuche als Trainer im Seniorenbereich machte er zunächst beim SV Türkgücü, der SG Ahnatal-Weimar, dem CSC 03 Kassel und beim SV Hermannia – damals noch im alten Nordstadtstadion. Und jetzt ist er wieder dort, nun beim SV Türkgücü.

„Es ist für mich eine spannende Aufgabe, mit dieser jungen Mannschaft zu arbeiten. Ganz unbekannt sind mir die Spieler nicht, schließlich kenne ich einen ganzen Teil, wie Lukas Perzel oder Hakan Demirbas, aus meiner Zeit in Vellmar und beim KSV Baunatal“, freut sich Rößler auf die neue Aufgabe.

Zu Beginn seiner Tätigkeit wurde ein erster Plan für die kommenden Wochen mit den Verantwortlichen des Klubs auf den Weg gebracht. „Mir ist wichtig, dass das Team sich in individuellem Einzeltraining auf den Tag vorbereitet, wenn wir wieder ins Mannschaftstraining einsteigen dürfen“, will der Coach nichts dem Zufall überlassen.

Rößler ist sich der Schwere seiner Aufgabe bewusst, glaubt aber fest daran, mit der jungen Mannschaft das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. (Horst Schmidt)

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