Spieler der MT, Huskies und des KSV Hessen stellen ihre Heimat vor

Die Reisetipps unserer Topsportler: Von Hamburg bis Malaga

Husky in Hamburg: Stephan Tramm von den Kassel Huskies verbringt gern Zeit am Hafen der Hansestadt.
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Husky in Hamburg: Stephan Tramm verbringt gern Zeit am Hafen der Hansestadt.

Sommerferienzeit ist Reisezeit. Angesichts der Corona-Pandemie fällt die Entscheidung für eine Reise besonders schwer. Einige prominente Sportler der heimischen Topklubs haben aber ein paar interessante Tipps.

So stellen zwei Eishockeyprofis des DEL2-Vertreters Kassel Huskies, zwei Bundesliga-Handballer der MT Melsungen sowie zwei Fußballer des Regionalliga-Aufsteigers KSV Hessen ihre Heimat etwas vor – einen Geheimtipp inklusive. Dabei liegen das Gros der Ziele ganz bewusst in Deutschland. Aber auch zwei Regionen in Dänemark und Spanien sind dabei.

Hoch im Norden: Husky Stephan Tramm, Hamburg

Darum lohnt sich ein Besuch: Weil es die schönste Stadt Deutschlands ist mit dem großen Hafen, den kleinen Kiezen. Weil einen am Hafen viele Gefühle überkommen: der weite Blick hinaus aufs Wasser, sich klein zu fühlen neben den großen Kähnen, die dort vor Anker liegen oder vorbeifahren. Das ist schon etwas Bessonderes.

Drei Attraktionen: Natürlich der Hafen. Dort verbringe ich wahnsinnig viel und gern meine Zeit, auch, weil ich in der Nähe lebe. Die Reeperbahn und drittens die Schanze. Die ist ziemlich alternativ mit ihren vielen kleinen Straßen, Kneipen, Cafes und Geschäften. Und die hat man nicht direkt auf dem Zettel.

Mein Geheimtipp: Der Park Fiction. Er liegt zwar am Hafen, aber man muss schon Hamburger sein, um ihn zu kennen. Dort hat man den ganzen Tag Sonne, viel Grün und sogar noch einen direkten Blick auf den Hafen.

Fakten: 1,9 Millionen Einwohner, 310 Kilometer bis nach Kassel  

Tief im Westen: Husky Denis Shevyrin, Krefeld

Inmitten der Stadt Krefeld: Huskies-Akteur Denis Shevyrin.

Darum lohnt sich ein Besuch: Krefeld liegt am Rhein und ist nicht weit von Düsseldorf und Köln entfernt. Wenn ich Richtung Holland fahre, ist die Stadt ein schöner Zwischenstopp. Die Grenze ist nur 35 Kilometer entfernt. Es gibt nicht die Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne, für die man unbedingt nach Krefeld kommen würde. Aber man kann schön am Rhein spazierengehen, es gibt gute Geschäfte leckere Lokale.

Drei Attraktionen: Burg Linn, eine Wasserburg. Das Seidenweberhaus erinnert mit seinem Namen an die Seidenweber-Geschichte der Stadt und ist eine Veranstaltungslocation. Und es gibt eine schöne Eishalle, in der man im Winter die Pinguine anfeuern oder Eislaufen kann.

Mein Geheimtipp: Die Straßenbahn fährt von der Krefelder Innenstadt in 30 Minuten durch nach Düsseldorf. Perfekt, für einen Abend in der Düsseldorfer Altstadt.

Fakten: 230 000 Einwohner, 240 Kilometer bis Kassel  

Am Alpenrand: Melsungens Stefan Salger, Oberstaufen/Allgäu

Selfie am Staufen: Stefan Salger (rechts) mit Freundin Anna-Lena.

Darum lohnt sich ein Besuch: Wunderschöne Berge, herrliche Seen, tolles Essen – Herz, was willst du mehr? Wenn ich in meiner Heimatgemeinde Oberstaufen zu Gast bin, dann freue ich mich über das großartige Panorama – und auf die eine oder andere Wanderung. Nicht zu vergessen: Bis zum Bodensee ist es auch nicht weit.

Drei Attraktionen: Zwischen Immenstadt und Oberstaufen liegt der Große Alpsee – da lohnt ein erfrischender Sprung ins kühle Nass. In der Marktgemeinde Oberstaufen selbst kann ich nur einen Besuch des Zentrums empfehlen. Durch die verkehrsberuhigten Zonen gehe ich gern spazieren. Ansonsten gibt es zwei Wandertipps: entweder auf den Staufen, den Hausberg, oder auf den Hochgrat.

Mein Geheimtipp: Wer seinen Gaumen mal mit klassischer Allgäuer Küche verwöhnen möchte, der muss in die Altstaufner Einkehr und den Zwiebelrostbraten probieren.

Fakten: 7800 Einwohner, 500 Kilometer bis Kassel.

Nah am Wasser: Melsungens Lasse Mikkelsen, Nortdjütland/Dänemark

Spaziergang in Hjallerup: MT-Profi Lasse Mikkelsen mit seiner Frau Carina.

Darum lohnt sich ein Besuch: Egal, ob Nord- oder Ostsee – wir haben es in Nordjütland in Dänemark bis zum Meer nicht weit. Das gilt für meinen Heimatort Hjallerup genauso wie für Aalborg, wo ich mit meiner Familie lebe, wenn ich eine Pause vom Melsunger Bundesliga-Handball habe. Die waldreiche Gegend um Hjallerup eignet sich zudem für ausgedehnte Spaziergänge.

Drei Attraktionen: Hjallerup ist für seinen immer am ersten Wochenende im Juni stattfindenden Markt bekannt. Selbst aus Norwegen kommen dann viele Besucher. 200 000 Gäste sind bei diesem Volksfest keine Seltenheit. Nicht nur für Familien bietet sich zudem ein Besuch im Freizeitpark Faarup Sommerland an, der nordwestlich nur 35 Kilometer entfernt von Aalborg liegt. In der Großstadt Aalborg selbst bietet es sich an, Zeit in einem der vielen Cafés am Fluss Limfjorden zu verbringen.

Mein Geheimtipp: Ein bisschen Dolce vita in Dänemark? Das geht ohne Probleme. Meine Frau Carina und ich sind wegen des italienischen Flairs gern in Aalborg im Restaurant Fellini. Ganz nebenbei ist es von dort auch nur ein Katzensprung bis zum Limjorden.

Fakten: Aalborg hat 117 000 Einwohner, Hjallerup etwa 4000 Einwohner, 760 Kilometer bis Kassel.

Im Herzen des Saarlands: KSV-Hessen-Spieler Frederic Brill, Gresaubach

Vor der Saarschleife: Frederic Brill.

Darum lohnt sich ein Besuch: Weil es hier Natur pur gibt. Wir haben einen riesigen Garten, quasi keine Nachbarn, sondern nur Felder. Die Mentalität der Menschen ist angenehm, es gibt deutlich mehr Optimisten als Pessimisten. Bis zur französischen Grenze sind es nur 50 Minuten, allerdings kommt dann auch nicht gleich Paris. Früher sind wir oft nach Luxemburg zum Einkaufen gefahren. Dort war es preiswerter. Das ist aber heute nicht mehr der Fall.

Drei Attraktionen: Die Aussichtsplattform zur Saarschleife. Das Saarpolygon – von dort sieht man das ganze Saarland, nicht nur den nächsten Ort. Und was sich immer lohnt: eine Tour durch die Dörfer, auch wenn die Dialekte teils gewöhnungsbedürftig sind. Für mich war Hochdeutsch die erste Fremdsprache (lacht). Für Fußballfans lohnt sich übrigens künftig das neue Ludwigsparkstadion, wenn es einmal fertig ist. Es dürfte aber wohl noch mindestens ein Jahr dauern, bis der 1. FC Saarbrücken dort spielen kann.

Mein Geheimtipp: Die Altstadt von Saarlouis. Die besitzt sehr viel Charme. In Vor-Corona-Zeiten war da immer richtig viel los.

Fakten: Gresaubach ist ein Stadtteil von Lebach mit 1800 Einwohnern, 370 Kilometer sind es von dort bis nach Kassel.

Unter Spaniens Sonne: KSV-Hessen-Spieler Adrian Bravo Sanchez, Malaga

Schöner Ausblick: Adrian Bravo Sanchez (hier auf dem Castillo de Gibralfaro in Malaga).

Darum lohnt sich ein Besuch: Es ist herrlich warm. Temperaturen von 33 Grad sind im Sommer in Malaga ganz normal. Sogar im Frühling und Herbst kann man mit etwas Glück noch im Mittelmeer baden. Zudem besticht die Landschaft in Andalusien durch ihre Vielfalt – dort findest du Meer und Berge.

Drei Attraktionen: Die Altstadt von Malaga ist ein Muss – es gibt schmucke Gassen mit vielen Cafés und Tapas-Bars, Wer gern in die Natur möchte, der sollte mit dem Bus in Richtung Caminito del Rey fahren – eine zweieinhalbstündige Wanderung über den Königsweg lohnt sich. Darüber hinaus bietet sich in Malaga eine Besichtigung der architektonisch beeindruckenden Stierkampfarena La Malagueta an.

Mein Geheimtipp: Einfach mal ein Rad mieten und an der Promenade entlang fahren – über Torremolinos, Benalmadena bis hin nach Fuengirola.

Fakten: 570 000 Einwohner, 2500 Kilometer bis Kassel.

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