Fragen und Antworten zur Traditionssportart – Landesligist Elgershausen am Samstag gegen Seeheim

Ringer auf der Zielgeraden

Alles im Griff: Wilfried Dietrich im Kampf gegen den Schweizer Widmer, der hier einen Kopfstand produziert. Der Schifferstädter Dietrich gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom Gold im freien Stil. Foto: dpa

Kassel. Der RSV Elgershausen tritt am Samstag zum letzten Heimwettkampf in der Ringer-Landesliga an. Zu Gast in der Schulsporthalle Elgershausen ist ab 20 Uhr der KSV Seeheim. Eine Woche später steht dann in Großostheim das Saisonfinale gegen den aktuellen Tabellenführer auf dem Programm. Wir nehmen die Elgershäuser Ringer zum Anlass für einige Antworten zu möglichen Fragen rund um ihren traditionsreichen Sport.

?Seit wann gibt es das Ringen?

!Seit 708 v. Chr. bei den Olympischen Spielen der Antike. Damals traten die Athleten nackt an. Sie wurden nicht in Gewichtsklassen eingeteilt. Derjenige, der den Gegner zuerst dreimal auf den Boden warf, war Sieger. Im Gegensatz zu heute gab es keinen Bodenkampf.

?Welchen Status hat das Ringen in der Neuzeit?

!Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit (1896) gehört Ringen zum olympischen Programm und wird mindestens bis zum Jahr 2028 olympisch bleiben. Seit den Olympischen Spielen 2004 ist Freistil-Ringen auch olympische Disziplin für Frauen. 2013 war das Ringen kurzzeitig in Gefahr geraten, den Status als olympische Kernsportart zu verlieren. Etliche Regeländerungen verhinderten dies.

?Welche deutschen Stars gab es in der Ringer-Szene?

!Wolfgang Dietrich (1933 - 1992/siehe Foto oben), der „Kran von Schifferstadt“ ist wohl der bekannteste deutsche Ringer. Sein sensationeller Schultersieg gegen den amerikanischen 182-Kilo-Koloss Chris Taylor, den er mit einem Jahrhundertwurf kopfüber besiegte, blieb bei den Olympischen Spielen 1972 zwar ohne Medaille, prägte sich aber in den Köpfen der Menschen ein. Olympia-Gold hatte der 30-malige deutsche Meister im freien Stil 1960 in Rom gewonnen, im darauffolgenden Jahr holte er den WM-Titel. Pasquale Passarelli (Olympiasieger 1984) und Alexander Leipold (Olympiasieg 2000 wegen Dopings aberkannt) sind weitere bekannte deutsche Ringer.

?Was ist der Unterschied zwischen griechisch-römischem Stil und Freistil?

!Im griechisch-römischen Stil sind nur Griffe oberhalb der Gürtellinie erlaubt, während beim Freistilringen auch Angriffe mit den eigenen Beinen und gegen die Beine des Gegners gestattet sind. Der Kampf ist in drei zweiminütige Kampfabschnitte aufgeteilt.

Von Martin Scholz

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