Verbandsliga: Angreifer ist Hauptakteur bei 4:1-Sieg der KSV-Reserve über Lehnerz II

Sattorov stellt die Weichen

Abgeräumt: Nach der unfairen Attacke von Lehnerz’ Marcel Dücker (links) gegen den KSVer Rolf Sattorov verwandelte der Gefoulte den unstrittigen Strafstoß selbst zur 2:1-Führung. Foto: Hedler

Kassel. Lange Zeit gab es nach der Insolvenz des KSV Hessen Kassel Unsicherheiten um den Start der zweiten Mannschaft in der Fußball-Verbandsliga. Und lange war unklar, ob Stürmer Rolf Sattorov nach Kroatien wechseln oder hierbleiben würde. Spätestens mit dem 4:1 (1:1)-Startsieg über den TSV Lehnerz II gehören diese Sorgen der Vergangenheit an. Die Junglöwen traten an, und Rolf Sattorov stellte mit drei Toren die Weichen auf Sieg.

In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften, jeweils erheblich verstärkt aus dem Kader ihrer Ersten, meist einen gepflegten Ball. Die klareren Chancen hatten die Gäste, auch weil die Abstimmung in der KSV-Defensive nicht immer stimmte. Dennoch gingen die Platzherren durch Sattorov in Führung. Der Angreifer vollstreckte im zweiten Nachsetzen (15.). Obwohl der KSV allmählich solider wirkte, kamen die Gäste durch Tobias Göbel (33.) zum Ausgleich.

„In der zweiten Hälfte haben wir enger und kompakter gestanden und unsere fußballerische Klasse ausgespielt“, befand Sebastian Busch, Co-Trainer der Junglöwen, nach dem Abpfiff erleichtert. Gewohnt emotional, energisch und lautstark hatte er den verhinderten Thorsten Hirdes an der Seitenlinie vertreten.

Nach einer Stunde schlug der KSV wieder zu. Admir Saric spielte Sattorov frei, und dieser wurde von Marcel Dücker gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte er selbst zum 2:1 (61.).

Lehnerz reagierte mit einem Doppelwechsel und versuchte es fortan mit zwei Spitzen. Vor allem der neu gekommene Robin Sorg brachte die Löwen-Abwehr mehrfach in Bedrängnis. Zweimal taten die Gastgeber dies durch Nachlässigkeiten zudem selbst, überstanden die Druckphase der Gäste aber unbeschadet.

Wiederum Sattorov mit seinem dritten Treffer entschied schließlich die Partie. Muhammed Gülsen gewann ein Luftduell im Mittelkreis, sein wuchtiger Kopfball landete bei Sattorov, und dieser schlenzte die Kugel in bester Robben-Manier mit links hoch ins lange Eck (81.). „So ganz wie bei Robben war das nicht. Er macht es mit dem starken Fuß, bei mir war es eigentlich der schwache“, sagte der Schütze nach seinem sehenswerten Tor.

In der Nachspielzeit bediente Sattorov noch Dawid, der den Ball zum 4:1 in den Kasten schob (90.+3). „Er hat mir zum 1:0 aufgelegt. Da musste ich mich revanchieren“, betonte er. Kapitän Tobias Bredow, diesmal auf der Sechs spielend („Wir hatten ja fast nur Flügelspieler.“), hakte die Ungewissheiten der vorherigen Wochen ab: „Das hat uns als Mannschaft nicht beschäftigt. Wir haben immer so trainiert, als wäre alles klar. Wir spielen Fußball, wenn man uns lässt.“ Man ließ sie, und sie taten es.

Von Wolfgang Bauscher

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