Eintracht Baunatal im Handbal-Derby mit reifer Leistung – Gensungen/Felsberg zu statisch

Eintracht Baunatal gewinnt 33:28 gegen Gensungen/Felsberg

Die Baunataler Handballer bejubeln in der Baunataler Rundsporthalle ihren Derbysieg.
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Zurück auf Siegkurs: Die Baunataler Handballer bejubeln vor den Zuschauern in der Rundsporthalle ihren Derbysieg.

In der zweiten Halbzeit des Handball-Spiels zwischen dem GSV Eintracht Baunatal und der ESG Gensungen/Felsberg war Sven Vogel wieder da. Zwar nicht persönlich aber auf dem Trikot von Jan-Erik Kleinschmidt. Der frühere Rechtsaußen Vogel steht zwar nicht mehr im Kader der Baunataler Drittliga-Handballer, hat aber ganz offensichtlich sein Trikot nicht als Souvenir mitgenommen.

„Es war schon ein sehr intensives Spiel. Gestartet bin ich noch mit meiner Nummer 13 aber dann ist es zerrissen, und es musste eben Ersatz her“, sagte der Eintracht-Kreisläufer nach dem 33:28 (16:13)-Derbysieg der Baunataler gegen die ESG Gensungen Felsberg, bei der die Gastgeber in der Rundsporthalle eine souveräne Vorstellung ablieferten.

Dabei waren die Schützlinge von Trainer Dennis Weinrich nur in den ersten 15 Minuten mit der Gegenwehr des Tabellenletzten konfrontiert und konnten nicht mit mehr als einem Tor in Führung gehen.

Dann allerdings zeigten die Baunataler wieder was möglich ist, wenn ihre offensiv ausgelegte 6:0-Deckung richtig funktioniert: Immer öfter wurde der vielfach statisch und unflexibel wirkende Positionsangriff der ESG gestört, Bälle erobert und Tempogegenstöße eingeleitet, bei denen oft Routinier Felix Geßner der Nutznießer war.

„Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir zu viel über die Mitte versucht“, sagte später ESG-Rechtsaußen Maxim Schalles. Außerdem musste sich Kreisläufer Christoph Koch mit einem Tor bescheiden und wurde immer wieder zwischen dem Baunataler Mittelblock von Phil Räbiger und Fynn Reinhardt eingeklemmt.

„Mit unserem starken Mittelblock konnten wir den notwendigen Druck aufbauen. Und Felix Geßner hat vorn eine Top-Quote gehabt“, zeigte sich Weinrich später zufrieden mit der Baunataler Mannschaftsleistung, bei der die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg war.

Einen besonderen Anteil an diesem Erfolg hatte auch Baunatals Torhüter Marian Mügge, der vor allem bei freien Würfen und Tempogegenstößen seine Klasse ausspielen konnte.

So konnten die Gastgeber nach den ersten 15 Minuten ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen, und ESG-Trainer Arnd Kauffeld zur ersten Auszeit in der 22. Minute zwingen. Da hatte Felix Geßner gerade eines seiner neun Tore erzielt und damit erstmals für einen Vier-Tore-Vorsprung zum 12:8 gesorgt. „Wir haben nicht den richtigen Ansatz gefunden und nicht oft genug über die Außenpositionen gespielt“, sagte später ESG-Trainer Arnd Kauffeld.

In der zweiten Spielhälfte wuchs dann der Baunataler Vorsprung sogar zeitweise auf sechs Tore: ideenloses Positionsspiel, erfolglose Tempogegenstöße und fehlerhaftes Passspiel machten der ESG den Garaus. „Wir haben dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt“, sagte später Baunatals Rückraum-Routinier Phil Räbiger.

Da stand der 31-Jährige nach Spielende bereits mit Mundschutz am Spielfeldrand und freute sich mit einigen Zuschauern über den Derbysieg. Übrigens auch mit einem zerrissenen Trikot. (Martin Scholz)

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