HNA-Serie: Die Geschwister Mosenhauer gelten als große Badminton-Talente

Schon jetzt Geschichte

Verstecken sich nicht hinter Erfolgen: Lia und Jan Mosenhauer spielen beim TSV Vellmar Badminton und sind in einigen regionalen und nationalen Auswahlteams vertreten. Beide stehen noch am Anfang ihrer sportlichen Karriere, Perspektive: Glänzend. Foto: Dauber

Vellmar. Kennern der Badminton-Szene sind die Geschwister Jan (13 Jahre) und Lia (11) Mosenhauer vom TSV Vellmar ein Begriff. Und das gilt nicht nur in Nordhessen, beide hinterlassen regelmäßig starke Eindrücke bei überregionalen Turnieren.

Die Fünftklässlerin Lia trug sich zuletzt sogar in die Geschichtsbücher des deutschen Badmintons ein, und das ist keineswegs eine Übertreibung. Sie gewann das Finale der German Masters der Altersklasse U 11, ist also die inoffizielle Deutsche Meisterin. Geschichtsträchtig daran ist vor allem, dass dieser Titel zum ersten Mal überhaupt vergeben wurde. Ihr zwei Jahre älterer Bruder Jan muss sich allerdings nicht verstecken, wenn es um vorzuweisende Erfolge geht. Besonders im Doppel fühlt sich Jan wohl, wie er selbst sagt. Mit seinem Partner Lars Rügheimer (TV Hofheim) steht er auf Platz zehn der deutschen U 13-Rangliste. In Hessen belegen die beiden Platz eins.

Die Geschwister trainieren an fünf Tagen die Woche: Dreimal im Verein, einmal im Regionalstützpunkt in Kassel und einmal pro Woche in der Badminton-AG der Ahnatal-Schule Vellmar, wo beide die Sportklasse besuchen. Trainer im Klub und beim Regionalkader ist Danny Pohl, der für beide ein Vorbild ist. „Trocken, aber lustig, die richtige Mischung“, sagt Jan zu Pohls Trainingsleitung.

Eher Freunde als Konkurrenz

Das Verhältnis zu anderen, jungen Badmintonspielern sei generell ziemlich gut, sagt Jan, den die wenige Freizeit neben Schule und Sport wenig stört. „Auf Turnieren ist bei uns immer gute Stimmung, besonders wenn alle abends zusammensitzen“, berichtet Jan. Alle, das sind Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren, auch von anderen Vereinen, mit denen die Mosenhauers viel Zeit verbringen, sei es beim TSV Vellmar, bei Meisterschaften oder in den Auswahlmannschaften. Das ist auch besonders wichtig, ergänzt Vater Frank Mosenhauer, der als Bezirksjugendwart ganz nah dran am Sport ist: „Jan und Lia geben jetzt schon das an Anfänger weiter, was ihnen damals auch beigebracht wurde.“ Die Doppelfunktion als Vater und Funktionär ist nicht immer einfach, auch wenn er sich größte Mühe gebe, jedem der jungen Sportler gerecht zu werden, betont er.

Um seine Kinder muss er sich jedenfalls keine Sorgen machen. Obwohl die beiden rund 30 Wochenenden im Jahr unterwegs sind, läuft es in der Schule, gelinde gesagt, ziemlich gut. Und das, obwohl Jan und Lia wohl keine Lern-Weltmeister sein müssen, wie beide leicht verschämt zugeben.

Von Gregory Dauber

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