Nach Trennung von Hermannia Kassel

Und schon ist er wieder da: Trainer Wolfgang Zientek jetzt in Bettenhausen

Gut gelaunt zurück: Fußballtrainer Wolfgang Zientek, auf unserem Archivbild noch für den BC Sport, will die Kreisliga-Mannschaft des VfB Viktoria Bettenhausen auf Vordermann bringen. Archivfoto: Mlmus

Kassel. Er ist wieder da. Es wäre auch erstaunlich, wenn einer wie er, der im heimischen Fußball seit 30 Jahren tiefe Spuren hinterließ, lange weg wäre.

Nachdem sich die Wege von Trainer Wolfgang Zientek und den Fußballern von A-Kreisligist Hermannia Kassel Anfang September getrennt hatten, übernahm der 53-Jährige mit dem VfB Viktoria Bettenhausen eine andere Mannschaft dieser Spielklasse.

Die Bettenhäuser fassten in der Kreisliga A2 als Absteiger zunächst nicht Fuß und holten aus sieben Partien nur zwei Punkte. Obwohl dann der erste Sieg glückte, ersetzten die Verantwortlichen den bisherigen Trainer Robert Dezutter durch Zientek. „Wir wollen nicht schon wieder absteigen und brauchten jemand mit Erfahrung“, begründet Abteilungsleiter Thomas Donner den Schritt. Dezutter wird dem VfB Viktoria erhalten bleiben und womöglich die zweite Mannschaft trainieren.

Im ersten Spiel unter Zientek schlug Bettenhausen den SV Kaufungen II 3:1 und kletterte auf Rang zwölf. Dabei soll es nicht bleiben. „Wir wollen bis zur Winterpause noch einige Punkte holen. Mit einer intensiven Vorbereitung, bei der ich der Mannschaft meine Vorstellung vom Fußballspielen vermitteln will, sollte ein einstelliger Tabellenplatz machbar sein“, setzt Zientek neue Ziele. Mit Heiko Daum und Daniel Schreiber holte er zwei Bettenhäuser Urgesteine wieder hinzu, um die junge Mannschaft zu stabilisieren. „Die Jungen sind wissbegierig und saugen vieles auf. Aber ihnen muss geholfen werden, damit sie ihr Potenzial entwickeln“, erklärt Zientek.

Am Sonntag gastiert der Trainer mit seiner Elf beim BC Sport II. An der Scharnhorststraße hatte er mehrere Jahre gearbeitet und den Klub in die Verbandsliga geführt. „Ich habe zu vielen dort ein freundschaftliches Verhältnis und freue mich auf das Wiedersehen. Aber es wird eine große Herausforderung, weil die Sportianer gegen mich bestimmt 120 Prozent geben“, vermutet Zientek.

Kann sich ein Trainer wie er aber auf Dauer mit der Kreisliga A abfinden? „Eigentlich schon, der Ehrgeiz ist nicht mehr ganz so groß wie früher“, räumt Zientek ein und nennt Gründe: „Den Druck und den Stress weiter oben habe ich satt, ein bisschen Müdigkeit kommt nach all den Jahren auch dazu. Hier in Bettenhausen bin ich nah dran, kann den Jungs weiterhelfen und habe eine reizvolle Aufgabe.“

Aufsteigen dürfte er somit nicht. Oder? „Na ja“, lacht Zientek, „die Kreisoberliga ginge noch. Aber spätestens die Verbandsliga nicht mehr.“

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