„Schwierig, Nägel mit Köpfen zu machen“

Pressechef bestätigt: Kassel-Marathon soll am 19. September stattfinden

Volle Energie für den Marathon: Pressechef Michael Küppers.
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Volle Energie für den Marathon: Pressechef Michael Küppers.

Der Termin steht, und die Verantwortlichen sind optimistisch. Am Wochenende vom 17. bis 19. September soll die 15. Auflage des EAM Kassel Marathons über die Bühne gehen.

Kassel - Wir haben bei Pressechef Michael Küppers nachgefragt, wie die Planungen aussehen. Unser Überblick:

Termin und Teilnehmer

Der Termin am 19. September steht fest. „Die Grundstimmung ist positiv, und wir gehen davon aus, dass wir im Herbst die Veranstaltung durchziehen können, aber es ist schwierig, Nägel mit Köpfen zu machen“, sagt Pressechef Michael Küppers.

Aktuell haben sich rund 300 Läufer und Läuferinnen angemeldet. In der Vergangenheit waren bereits mehrfach mehr als 10.000 Teilnehmer am gesamten Veranstaltungswochenende in Kassel unterwegs.

Die Organisation

Logistische Sorgen bereitet dem Marathon-Team um Veranstaltungschef Winfried Aufenanger im Moment der Wegfall der Auesporthalle, die wohl noch bis in den Herbst hinein als Corona-Impfzentrum dient.

„Wir spielen im Moment mit der Stadt verschiedene Varianten durch, um Marathonmesse und Anmeldungen an einem anderen Ort unterzubringen“, sagt Küppers. Bei diesen Überlegungen dürften auch die Messehallen eine Rolle spielen, die die Veranstalter des Kasseler Marathon ab 2007 nutzten und erst aufgaben, als der Zieleinlauf 2012 ins Auestadion verlegt wurde.

Organisationsprobleme drohen auch beim Mini-Marathon, einem Aushängeschild der Veranstaltung. „Leider können wir die Situation in den Schulen nicht voraussehen“, sagt Küppers und meint damit auch den Regelunterricht, der als Grundlage für das vor dem Mini-Marathon stattfindende Training dient. Auch sonst sei das Training auch für erwachsene Läufer erschwert. Küppers verweist allerdings auf die Marathon-Stützpunkte, die in der gesamten Region weiterhin aktiv sind und Läufer beim Training unterstützen – auch wenn gemeinschaftliches Training in größeren Gruppen aktuell nicht möglich ist.

Schließlich spielen noch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle für den nächsten Marathon, da es neben dem Titelsponsor EAM eine Vielzahl von weiteren Sponsoren gibt, die auch von der Coronakrise betroffen sind.

Die virtuelle Variante

Bei der virtuellen Ausweichvariante fehlt der klassische Renncharakter mit Tausenden von Läufern. Und der Zieleinlauf im Auestadion, wo schon mal 10.000 Zuschauer die Top- und Freizeitsportler bis zum Überqueren der Ziellinie angefeuert haben. Dennoch haben die Kasseler Marathon-Macher auch damit gezwungenermaßen schon Erfahrungen gemacht: „Wir hatten 2020 mehr als 3000 Teilnehmer bei unserem virtuellen Lauf. Durch Spenden der Teilnehmer und der EAM kamen am Ende 10.000 Euro zusammen, die dem Verein „Herzstück Familie“ zugute kamen. Das war stark, aber wir haben noch nicht entschieden, ob wir eine eventuelle zweite virtuelle Variante wieder kostenlos anbieten können“, sagt Küppers.

Technisch wäre die virtuelle Variante kein Problem, weil das Marathon-Team zusammen mit dem Laufteam Kassel bereits einige Erfahrungen damit gesammelt hat. Infos und Anmeldungen unter kassel-marathon.de

Von Martin Scholz

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