1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Kassel

KSV Hessen Kassel will wieder aufstehen

Erstellt:

Von: Wolfgang Bauscher

Kommentare

Mit Nachdruck nach oben: Die A-Junioren des KSV Hessen Kassel wie hier Sasa Petrovic wollen alles tun, um in den verbleibenden acht Bundesligaspielen besser abzuschneiden als zuvor.
Die A-Junioren des KSV Hessen Kassel wie hier Sasa Petrovic wollen in der Fußball-Bundesliga alles tun, um in den verbleibenden acht Bundesligaspielen besser abzuschneiden als zuvor. © Andreas Fischer

Gut zwei Monate lang hatten die A-Junioren des KSV Hessen Kassel Zeit, sich auf die restlichen acht Fußballspiele in der Bundesliga Süd/Südwest vorzubereiten. Und nach Möglichkeit die Weichen dafür zu stellen, etwas erfolgreicher abzuschneiden als bisher. Die erste Prüfung steht ihnen am morgigen Samstag ab 13 Uhr im heimischen Auestadion bevor.

Leicht wird sie nicht, denn der Gegner heißt Eintracht Frankfurt.

Nur drei Punkte holten die Junglöwen aus zwölf Partien, die Gäste bringen es auf 17 Zähler aus zehn Begegnungen. Sie sind Achter, während der KSV am Tabellenende steht. Seit dem Sieg in Kaiserslautern am 22. August warten die Kasseler auf einen Punktgewinn. Von Resignation oder sinkender Motivation ist dennoch keine Spur. „Die Vorfreude war zu Saisonbeginn riesig, jetzt ist sie wieder groß. Es ist ja auch immer noch eine Ehre, in dieser Liga gegen diese Mannschaften anzutreten“, sagt Kapitän Robin Schmacke. Von einem Nachlassen könne keine Rede sein: „Man will immer alles geben mit dem Ziel, Punkte zu holen. Sonst bräuchten wir ja nicht anzutreten.“

Alfons Noja sieht es ähnlich. „Von Resignation merke ich bei den Jungs absolut nichts“, sagt der Trainer, „es ist eher so, dass ich noch nie eine Mannschaft hatte, bei der nach elf Niederlagen in zwölf Spielen eine so gute Stimmung herrschte.“

Bereits am 6. Januar stiegen die Junglöwen wieder ins Training ein. „Wesentliches Ziel der Vorbereitung war es, dass die Mannschaft wieder Selbstvertrauen gewinnt“, sagt Noja. Dies sei gelungen: „Wir hatten Gegner, die in der vorigen Saison noch auf Augenhöhe waren. Jetzt haben wir sie beherrscht, was unsere Weiterentwicklung zeigt.“ Dominant sei seine Elf gewesen, habe sich Erfolgserlebnisse verschafft und viele Tore geschossen, „das war Balsam für die Seele“.

Außerdem lag das Augenmerk darauf, Zweikämpfe körperlicher und intensiver zu führen und das Spiel mit dem Ball zu forcieren.

Was der KSV während der Vorbereitung erarbeitete, will er nun bestätigen. „Die Jungs sollen mutig rangehen, alles reinwerfen und es besser machen als in 2021“, sagt Noja und nennt einen wichtigen Aspekt: „Es geht ja für die Spieler womöglich auch darum, sich für einen Vertrag bei unserer ersten Mannschaft oder gar bei einem größeren Klub zu empfehlen.“

Vom bishrigen 29er-Kader sind Jannes Gremler (zurück nach Göttingen) und Finn Mayer, der zu Olympia Kassel wechselte, nicht mehr dabei. Neuzugänge gab es nicht. Somit wird Noja mehr oder weniger dem gleichen Stamm vertrauen wie bisher. „Der Kern hatte sich vorher behauptet und wird jetzt vermutlich wieder gleich sein. Auch wenn viele Jungs zum Einsatz kamen und wir immer mal gewechselt haben. Wer Gas gibt, spielt“, sagt der Trainer. Hinter dem Einsatz von Malte Suntrup steht ein Fragezeichen, Tarkan Tahiri fehlt wegen eines Kreuzbandrisses.

Vor dem morgigen Gegner hat Robin Schmacke großen Respekt. „Frankfurt ist eine brettharte Mannschaft, kombinationsfreudig und extrem gut besetzt“, sagt der KSV-Kaptän. Trainiert wird die Eintracht von Ex-Profi Jürgen Kramny. Trotz der vermutlich nicht so guten Perspektiven für die restlichen acht Partien überwiegt bei Schmacke wie bei Noja Vorfreude: „Es kribbelt wieder, wir wollen das genießen. Es dauert ja auch nicht mehr lange, im April ist schon Schluss“, sagt Noja und nennt sein Motto: „Also ran an den Speck.“ Foto: Dieter Schachtschneider (Wolfgang Bauscher)

Auch interessant

Kommentare