WAS WAR DENN DA LOS? Sandra Morchner auf Sylt mit neuer Bestzeit

Selbst vermessen, schnell gelaufen

Sandra Morchner vermisst mit einem geeichten Messrad ihre Laufstrecke.
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Sandra Morchner hat vor ihrem Lauf auf Sylt die Halbmarathon-Strecke bei Wenningstedt mit einem geeichten Messrad vermessen.

Sandra Morchner hat ihre eigene Halbmarathon-Bestzeit auf einer selbst vermessenen Strecke auf Sylt um fast eineinhalb Minuten verbessert.

Wenningstedt/Kassel - Trotz der coronabedingten Einschränkungen verlief das Training für die 49-jährige Morchner in diesem Jahr bestens. Belohnen wollte sich die Athletin des Laufteams Kassel daher mit der Teilnahme an einem Elitelauf in Dresden am vergangenen Sonntag. „Leider konnte mir mein Chef nicht freigeben, aber ich wollte natürlich für mich trotzdem einen Leistungsnachweis erbringen“, sagt Morchner. Gesagt, getan. Die genaue Halbmarathon-Distanz wurde also nahe ihres Wohnortes bei Wenningstedt auf Sylt mit einem geeichten Messrad abgemessen und der Einzelstart entsprechend vorbereitet.

„Ich bin um 4 Uhr morgens aufgestanden und habe ein paar Haferflocken gefrühstückt. Dann habe ich mein Fahrrad mit Verpflegung an einer Brücke angeschlossen und bin um 6 Uhr gestartet“, berichtet Morchner von ihrem Rekordversuch.

Bei für Sylt günstigen Bedingungen – also ohne starke Windeinflüsse – ging es mit Taschenlampe auf die Strecke. „Gegen 6.30 Uhr war es dann hell genug, und auch mit der Verpflegung hat alles gut geklappt“, sagt Morchner, deren bisherige Halbmarathon-Bestzeit seit Januar bei 1:16:02 Stunden stand. Dass sie in den vergangenen Monaten richtig trainert hatte, sah Morchner dann bei der selbst gestoppten Zielzeit: 1:14:31 Stunden benötigte die mehrfache deutsche Altersklassenmeisterin. Und dabei wird ihr von ihrem Kasseler Trainer Winfried Aufenanger noch „ein großes Entwicklungspotenzial“ für die 21,1 Kilometer bescheinigt.

Dieses Potenzial will Sandra Morchner nun im kommenden Jahr voll ausschöpfen: „Ich hoffe sehr, dass die Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Hannover am 18. April stattfinden können. Und auch die Senioren-WM in Finnland im Juli.“

Dass sich Morchner dafür im Vorfeld auch gut allein vorbereiten kann, hat sie nun zum wiederholten Mal bewiesen. Eine Verbesserung der Wettkampfbedingungen für 2021 steht dennoch ganz oben auf ihrer Wunschliste: „Ein richtiger Wettkampf pusht einen schon noch mehr.“

Von Martin Scholz

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