Vor Ort: 600 Zuschauer sehen am Lohfeldener Quellenweg den Auftakterfolg der ST über Erlangen

La Ola für den Sieger an Court 5

Vor vollem Haus: Der Slowene Rok Jarc gewann sein Spiel gegen den Erlangener Daniel Dolbea. Fotos: Malmus

LOHFELDEN. Es war ein Einstand nach Maß. Und der Jubel war auch dementsprechend. Die Spielgemeinschaft Tennis Lohfelden setze sich am ersten Spieltag der Bundesliga Herren 30 Süd vor 600 Zuschauern mit 6:3 gegen TB Erlangen durch und machte damit den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt. Schon nach den Einzeln stand der Sieg fest, Lohfelden führte mit 5:1.

Vor deM Spiel

Um 11 Uhr soll es losgehen, doch lange vorher sind schon die ersten Zuschauer auf der Anlage am Quellenweg in Ochshausen. Sie rücken sich vor dem Klubhaus die Stühle und Bänke zurecht, von dort hat man einen Superblick auf Court 1 und 2. Handball-WM-Sprecher Bernd Kaiser, der in Lohfelden wohnt, hat die Begrüßung und Vorstellung der Spieler übernommen. Er macht das in gewohnter Gelassenheit.

So ganz gelassen kann Jürgen Kitzinger, der erste Vorsitzende der STL, nicht sein: „Wir sind schon etwas aufgeregt, schließlich ist das hier Bundesliga.“

Die ERSTEN SPIELE

Neuzugang Rok Jarc, Christoph Bühren und Marco Schäffer beginnen zusammen mit den Erlanger Gegnern um 11.05 Uhr mit dem Einschlagen. Zehn Minuten später beginnt für die ST Lohfelden mit den ersten Ballwechseln das Abenteuer Bundesliga. Rok Jarc macht es kurz, er schlägt Daniel Dolbea 6:3, 6:2. Dolbea lag sich übrigens vor dem Match mit dem Kasseler Marc Leimbach in den Armen. Vor genau einem Jahr hatten die beiden in Miami den WM-Titel im Doppel der Herren 35 für Deutschland gewonnen. Christoph Bühren braucht zu seinem Sieg über Christoph Schneider schon etwas länger, erst im Match-Tiebreak setzt er sich durch. Marco Schäffer hat auf Court 5 mehrmals die Chance zu gewinnen, unterliegt aber nach drei Stunden im Match-Tiebreak.

Die zweite runde

Im Spiel der „Einser“ macht es der Lette Adrians Zguns spannend. Er verliert den ersten Satz, gewinnt dann aber 6:3, 10:3. Auch Martin Kares entscheidet sein Spiel erst im Match-Tiebreak. Währenddessen haben Timo Goebel und Igor Branisa auf Court 5 gerade erst den ersten Satz beendet, und Goebel hat 7:5 gewonnen. Beim zweiten Satz haben sich jetzt alle Zuschauer an Court 5 versammelt. Goebel lässt nichts anbrennen und gewinnt 6:3. Damit steht es 5:1 für die Nordhessen, der Auftaktsieg ist perfekt.

der jubel

Nach dem letzten Ballwechsel zwischen Goebel und Branisa ist auf Court 5 gegen 15.50 Uhr die Hölle los. Goebel liegt platt im Court. Als er wieder aufsteht, haben sich alle Lohfeldener Spieler versammelt. Klatschen sich ab, liegen sich in den Armen, Freude pur. Und als die Cracks den Court verlassen, organisieren die Zuschauer spontan die Welle, mit La Ola gehen Zguns, Jarc, Goebel und Co. in die Pause.

die Doppel

Um 16.30 Uhr schlägt man sich zu den Doppeln ein. 105 Minuten später ist das letzte Duell beendet. Nur die beiden Ausländer Zguns und Jarc gewinnen auf Court 1 ihr Spiel, Bühren/Goebel und Kares/Wenderoth geben ihre Matches an die Gäste ab.

Am Auftaktsieg für ST Lohfelden ändert das nichts mehr. Das Abenteuer Bundesliga hat für die Nordhessen mit einem Erfolg begonnen.

die bratwurst

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Da konnten die beiden Würstchenbrater an ihrem Grill noch so flink sein. Wer eine Wurst haben wollte, musste Geduld und zwei Standbeine in der langen Schlange mitbringen. Aber geschmeckt hat sie.

Von Peter Fritschler

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