Kommentar

Situation und Perspektive der nordhessischen Topteams: Die neue Liebe

Sie haben langen Atem bewiesen und viel Durchhaltevermögen. Aber jetzt sind Barbara Braun-Lüdicke, ihre vielen engagierten Mitstreiter mit der MT Melsungen und nicht zuletzt Trainer Michael Roth und sein erfolgreiches Team endgültig in Kassel und vor allem bei den Fans in Nordhessen angekommen.

Und es pilgern viele Menschen in die Rothenbach-Halle, die ihre Liebe zum Handball neu- oder wiederentdecken.

Fakt ist: Die MT investiert viel, viel mehr in jeden einzelnen Zuschauer und verdient folglich auch deutlich weniger pro Besucher. Weder Huskies noch KSV Hessen aber sind in ihrer Außendarstellung auch nur annähernd in Reichweite. Dazu fehlen ihnen Struktur, Ideen, Personal und finanzielle Möglichkeiten. Aber: Die MT hat (noch?) die kleinste Sportstätte des Trios und stößt nun erstmals auch an Grenzen.

Elementar aber ist vor allem die Beantwortung einer Frage: Wieviel Spitzensport kann die Region Nordhessen durch zahlende Zuschauer und Sponsoring insgesamt finanzieren? Reicht die Suppe im großen Topf, aus dem sie alle essen, für MT, Huskies und Löwen aus?

Da ist Skepsis angebracht. Und es wäre keine Überraschung, wenn mittelfristig aus dem Top-Trio nur ein Top-Duo übrig bliebe. Was für Nordhessen ein Verlust wäre, trotz des aktuellen Gewinns durch die MT Melsungen.

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