11:6-Erfolg gegen Spaichingen 

Skaterhockey: TGW Kassel Wizards feiern dritten Sieg in Folge 

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Versteht etwas von seinem Handwerk: Michael Christ von den Wizards (rechts) im Duell mit Julian Sauter.

Es läuft bei den TGW Kassel Wizards. Mit dem 11:6 (6:3, 4:1, 1:2) über die Badgers Spaichingen feierten sie in der 2. Skaterhockey-Bundesliga den dritten Sieg in Folge.

Die Zauberer entpuppen sich als Serientäter – es läuft rund. Enorme Spielfreude gepaart mit ausgeprägtem Torinstinkt sind nur zwei Gründe für den aktuellen Aufschwung und den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Wir haben uns das Spiel im Sportkomplex Baunatal angeschaut.

Eine Mischung aus rabiatem Hinlangen und elegantem Umgang mit Schläger und Ball – das ist Skaterhockey. Gerade in punkto Eleganz überzeugen die Wizards auf ganzer Linie. Sehr wendig auf ihren Inline-Skates, stellenweise wie aufgedreht flitzen die Kasseler über das Spielfeld. 

Hohes Tempo

Einen David Copperfield haben sie nicht in ihren Reihen – brauchen sie auch gar nicht. Denn auch so zaubern sie eine eindrucksvolle Show aufs Parkett. Mit hohem Tempo und reichlich Raffinesse spielen sie ihren Gegner nahezu schwindelig.

Aber der Reihe nach. Vor dem Spiel klemmt sich erst mal Kassels Torwart Dominique Morton hinter das Mischpult – Zeit für die richtige Musik. Seine Mitspieler feuern schon mal ein paar Bälle Richtung Kasten. Einige Zuschauer haben sich ihre Trikots der Wizards übergezogen und suchen sich ein Plätzchen. Sie warten auf ihre Mannschaft. Und die lässt ein wenig auf sich warten. Das Schiedsrichtergespann und die Gäste aus dem baden-württembergischen Spaichingen stehen schon bereit.

Führung nach 47 Sekunden 

Und dann fahren auch die Wizards aufs Spielfeld – angeführt von Daniel Preuß. Mit einem Traumstart legen die Kasseler los. Nach exakt 47 Sekunden steht es 1:0 durch einen Treffer von Sven Mecke, der es zudem auf drei Vorlagen brachte. Der tänzelt regelrecht Richtung Tor und netzt ein. Zunächst haben die Badgers aber die richtigen Antworten parat. Dreimal geraten sie in Rückstand, dreimal schlagen sie zurück – 3:3.

„Wir haben den Schalter hochgelegt und dann entwickelte sich das Selbstverständnis“, erklärt Spielertrainer Christoph Bierschenk. Und in der Tat. Mit einer gewissen Leichtigkeit und klug herausgespielten Toren setzen sich die Gastgeber bis Ende des ersten Drittels auf 6:3 ab. Bierschenk spricht später von einer entscheidenden Phase des Spiels.

Ein eingespieltes Team

Die Wizards, darunter als Torschütze auch Husky Michael Christ, sind ein eingespieltes Team. Besonders die Abläufe im Spiel nach vorn wirken automatisiert. Da weiß der eine genau, was der andere vorhat. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch das zweite Drittel mit 4:1 an die Wizards geht. Spaichingens Torwart Julian Käfer, bester Spieler seiner Mannschaft, flogen in dieser Phase die Bälle nur so um die Ohren. Die Wizards schnürten die Gäste - ganz ohne Zauberkräfte - hinten ein.

Zwei eindrucksvolle und spielerisch überzeugende Drittel der Kasseler reichen, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Die Gäste haben der Spielfreude der Wizards nur bedingt etwas entgegenzusetzen. „Das Spiel lief dann nur in eine Richtung“ stellt Bierschenk fest. 

Im letzten Drittel lassen es die Kasseler ruhiger angehen und gewähren dem Gast ein paar Räume. Am deutlichen Erfolg ändert das nichts mehr. Was hängen bleibt, sind lange Phasen, in denen die Wizards sich wie im Rausch präsentierten. Und mit einer ungeheuren Geschwindigkeit ihren Gegner überrumpelten. Mal schauen, ob sie in ähnlichem Tempo vielleicht bald an die Tabellenspitze stürmen.

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