„Sofa ist nichts für mich“

Kasseler Box-Nacht: TV-Anwalt Posch steigt in den Ring

Den Anzug wird er am Samstag wohl ablegen: Christopher Posch steigt bei der Kasseler Boxnacht in den Ring. Foto: nh
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Den Anzug wird er am Samstag wohl ablegen: Christopher Posch steigt bei der Kasseler Boxnacht in den Ring.

Kassel. Als TV-Anwalt in dem RTL-Doku-Special „Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!“ wurde der Kasseler Rechtsanwalt seit 2010 einem breiteren Publikum bekannt. Am Samstag tritt der 38-jährige Posch wieder vor ein größeres Publikum – allerdings ohne Anzug und Krawatte.

Im Rahmen der Kasseler Boxnacht „Crash of the Lions“  wird Posch einen Charity-Kampf gegen den Türken Ali Fatah bestreiten. Im Interview gibt er Auskunft zu seinen Beweggründen.

Herr Posch, Gerichtssaal und Boxring – wie geht das eigentlich zusammen?

Posch: Da schließt sich nichts aus. Das eine ist Beruf, das andere eben Hobby.

Was für einen besonderen Reiz übt denn das Boxen auf Sie aus?

Posch: Anders als beim Mannschaftssport ist es der sportliche Wettkampf eins gegen eins. Ich muss mich stellen und kann nicht weglaufen.

Haben Sie eigentlich keine Angst vor Verletzungen?

Posch: Ich würde die Sache nicht machen, wenn diese Angst überwiegen würde. Außerdem ve

Zur Person 

CHRISTOPHER POSCH (38), hat Rechtswissenschaften in Marburg und Köln studiert. Rechtsanwalt seit 2005. Zusammen mit seinem Partner und seinem Vater Dieter Posch betreibt er unter anderem seit 2008 eine Kanzlei in Kassel. Posch ist verheiratet und hat ein Kind. Ab Herbst 2010 bekam „Ich kämpfe für Ihr Recht!“ bei RTL einen festen Programmplatz. Posch wird dabei als Anwalt mit der Kamera begleitet. Die Doku-Serie wird Anfang kommenden Jahres fortgesetzt. (sol)

rsuche ich selbst, fair zu sein und erwarte das auch von meinem Gegner. Und darüber hinaus gibt es ja noch einen Ringrichter.

Ein Vollzeitjob, TV-Auftritte, eine Familie und jetzt noch der Boxkampf. Wie geht das eigentlich zeitlich?

Posch: Jeder Mensch sollte Sport machen. Der Körper dankt es einem langfristig. Die Ausrede, keine Zeit zu haben, lasse ich nicht gelten. Das Sofa ist nichts für mich.

Und das Training? Sie halten sich im Fitnessstudio des Veranstalters Mohammad Rasuli fit. Welche Tipps haben Sie von ihm denn eigentlich bekommen?

Posch: Ganz einfach – ich soll mich nicht treffen lassen, aber selbst treffen.

Sie boxen auch für einen guten Zweck. Um was geht es?

Posch: Ich bin Schirmherr der RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“. Das Geld, dass ich beim Kampfabend einnehme, geht an diese Stiftung zugunsten eines Kinderhauses der Caritas.

Alles sehr ehrenhaft, aber irgendwie kann man auch das Gefühl haben, dass Sie gern im Rampenlicht stehen. Stimmt das?

Posch: Mit so etwas kann ich umgehen. Wer mich allerdings kritisieren will, sollte das nicht anonym machen, sondern es mir ins Gesicht sagen. Zu finden bin ich in der Hafenstraße 2 in meiner Kanzlei, und ich laufe vor keinem weg.

Kennen Sie eigentlich Ihren Gegner Ali Fatah? Gibt es Videoanalysen?

Posch: Ich weiß nur, dass wir beide Schwergewichtler sind, also rund 100 Kilogramm wiegen.

Was machen Sie am Samstagabend, wenn Sie gewinnen?

Posch: Dann feiere ich mit Freunden und Verwandten.

Und wenn Sie verlieren?

Posch: Dann werde ich den Abend hoffentlich mit den selben Freunden und Verwandten verbringen.

Hintergrund: Boxnacht im Autohaus Glinicke

„Crash of the Lions“ heißt die Boxnacht, die der ehemalige Box-Profi Mohammad Rasuli heute im Autohaus Hessenkassel in der Leipziger Straße organisiert. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und umfasst sieben Kämpfe. Einen davon bestreitet Rasuli selbst im Cruisergewicht (bis 85 kg). Tickets sind erhältlich bei Body & Fight (Schillerstraße 36) und Hessenkassel. Die Preise liegen zwischen 15 Euro (Stehplatz) und 125 Euro (Tisch inklusive Catering). Moderiert wird die Boxnacht von Bernd Kaiser, Pressesprecher des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Ab 22.30 Uhr wird der Kampf von Felix Sturm und Robert Stieglitz auf eine Großbildleinwand übertragen. (sol)

Von Martin Scholz

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