WAS WAR DENN DA LOS? Personelle Rochaden bei Vellmarer Teams

Sogar der Trainer musste beim OSC Vellmar ran

Damals: 2009 stürmte Jörg Müller (rechts) noch für den FC Körle, nun spielte Vellmars Trainer in der Abwehr.
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Damals: 2009 stürmte Jörg Müller (rechts) noch für den FC Körle, nun spielte Vellmars Trainer in der Abwehr.

Bei den Fußballern des OSC Vellmar war am Sonntag vieles anders als sonst. Eine Reihe von Spielern der ersten Mannschaft spielte in der zweiten, einige aus der zweiten kamen bei der ersten zum Einsatz. Und der Trainer der ersten wird plötzlich zum Spielertrainer. Was war denn da los?

Für die Verbandsliga-Elf des OSC stand am Sonntag ab 14 Uhr das Kreispokal-Viertelfinale bei A-Kreisligist SG Landwehrhagen/Benterode an. Eine Stunde später wurde in Heiligenrode die Gruppenliga-Partie der OSC-Reserve beim TSV angepfiffen. Verständlicherweise stellten die Vellmarer Überlegungen an, wie beide Begegnungen zu gewinnen sein könnten. Schließlich wollte die eine im Pokal weiterkommen und die andere als Schlusslicht ihrer Spielklasse den zweiten Sieg einfahren. Doch nicht nur das. „Viele Spieler fehlten angeschlagen, einige waren schon in Urlaub“, sagte Jörg Müller, Trainer der Verbandsliga-Elf. In Urlaub deshalb, weil die Pokalpartie wie die anderen drei Duelle eigentlich für Ende Februar terminiert war.

Somit fiel es nicht leicht, überhaupt zwei komplette Aufgebote zu stellen. „Schon am Dienstag war mir klar, dass ich auch spielen müsste“, sagt Müller. Letztmalig hatte er dies vor vier Jahren, damals noch beim FC Körle, getan. „Ich hatte ja nichts anderes vor und noch ein paar Schuhe im Schrank. Und ich trainiere ja immer mit und habe das jetzt nicht aus der kalten Hose gemacht“, betont Müller amüsiert. Mit seiner Leistung in der Dreierkette war er zufrieden: „Nur einmal sah ich nicht so gut aus.“

Gut sah immerhin die Bilanz aus, beide Mannschaften gewannen. Die Müller-Elf hatte einige Mühe, den drei Klassen tiefer spielenden A-Kreisligisten in Schach zu halten. Dieser hatte zuvor Verbandsligist SV Türkgücü sowie die Kreisoberligisten Wilhelmshöhe und Bergshausen ausgeschaltet. Oliver Scherer (41.) und Marko Utsch (63.) per Foulelfmeter trafen für den OSC, ehe Nico Röther für die SG zum 1:2-Endstand verkürzte (73.). Leichteres Spiel hatte die Zweite. 1:1 stand es zur Pause. Dann traf der schon vor dem Wechsel erfolgreiche Maximilian Werner noch dreimal, Linor Demaj steuerte ein Tor zum 5:2-Sieg bei. Verwunderlich, dass Torjäger Serkan Aytemür leer ausging. In der Verbandsliga bereits 13-mal erfolgreich, mühte er sich diesmal ohne Erfolg. „Einen hat er gemacht, aber das war abseits“, sagt Trainer Marc Leise und erklärt: „Serkan sehen natürlich auch alle Gegenspieler und decken ihn doppelt. Dafür hatte ja Maxi freie Bahn.“

Die erste Mannschaft des OSC steht somit im Pokal-Halbfinale, die zweite stellte im Kampf um den Klassenerhalt den Anschluss zu den vor ihr postierten Teams her – darunter auch der TSV Heiligenrode. (Wolfgang Bauscher)

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