Spannung ist garantiert

Handball: Heimische Landesligisten stecken im Titel- und Abstiegskampf

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Das Tor im Visier: Adrian Rudolph (links) von der HSG Fuldatal/Wolfsanger zieht gegen den Baunataler Maik Mett ab. In der Tabelle befinden sich beide Vereine im Mittelfeld.

Kassel. Die heimischen Handballer pausieren an diesem Wochenende. Bevor es in die entscheidende Saisonphase geht, schildern wir die Situation in den Landesligen der Männer und Frauen. Im Meisterschafts- und Abstiegskampf ist Spannung garantiert.

Die Spitzenteams

In der Frauen-Landesliga kämpfen noch drei Teams um die Meisterschaft, darunter Spitzenreiter HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und Verfolger TSV Vellmar. Das junge HSG-Team musste erst eine Niederlage (25:31 gegen den Dritten Fritzlar II) einstecken und liegt drei Punkte vor Vellmar. Der TSV hat sich nach dem Abstieg gefangen. Dreimal unterlag aber das Team von Trainerin Roxana Negovan bisher. Dabei tat vor allem die 26:36-Niederlage gegen die abstiegsgefährdete Eintracht Baunatal weh.

Mit Spannung erwartet wird das Derby am 18. Februar zwischen den beiden Topteams. Die Partie ist umso bedeutender, da es keine Aufstiegsrelegation gibt und nur der Meister in die Oberliga aufsteigt. Ob die HSG im Fall der Meisterschaft aufsteigen will, wird sie erst frühestens Mitte des kommenden Monats entscheiden. „Wir wollen das Ding erst einmal klarmachen. Dann sehen wir weiter“, sagt Betreuerin Ute Engelbrecht.

Die Teams im Mittelfeld

Bei den Frauen findet sich keine heimische Mannschaft im Tabellenmittelfeld, bei den Männern dafür gleich drei Teams. Bestes Herrenteam ist die HSG Fuldatal/Wolfsanger als Fünfter. Die Mannschaft von Trainer Hazim Prezic spielt insgesamt eine gute Saison und stoppte nach drei Niederlagen in Serie durch den Erfolg gegen Körle/Guxhagen vergangenen Spieltag den negativen Trend.

Oben mitspielen – das war das Saisonziel der HSG Baunatal. Das klappte zunächst, allerdings verloren die VW-Städter von den vergangenen fünf Partien vier – bei einem Sieg. Damit rutschten sie auf Platz acht ab, da auch ein Punkt wegen des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls abgezogen wurde.

Den gegenläufigen Trend erlebte die TSG Dittershausen. Das Team von Trainer Sead Kurtagic gewann nach langer Durststrecke die vergangenen vier Partien und verbesserte sich auf Rang sieben. „Nun warten aber harte Aufgaben auf uns“, sagt Kurtagic. In den nächsten fünf Spielen trifft die TSG auf die ersten vier der Tabelle und dazu im Derby auf Baunatal.

Aber Vorsicht: Auch wenn die drei Teams derzeit im Mittelfeld angesiedelt sind, ist der Klassenerhalt noch nicht fix. Da Vellmar und Hünfeld in der Oberliga auf den Abstiegsplätzen stehen, muss derzeit in der Landesliga von vier Absteigern ausgegangen werden. Daher könnte jedes Team bis zum Vierten Wanfried noch in den Abstiegskampf geraten.

Die Kellerkinder

Schon vor der Saison war für Eintracht Baunatal nach dem personellen Umbruch sowie für Tuspo Waldau und HSG Lohfelden/Vollmarshausen nach dem Aufstieg klar, dass nur der Klassenerhalt das Ziel sein kann. Und das bestätigte sich in den ersten 14 Saisonpartien. In der bereinigten Tabelle stehen die drei Teams auf den letzten drei Plätzen. Besonders bitter für Waldau und Lohfelden sind jeweils zwei Punkte Abzug aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls. Am Ende kann jeder Punkt über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden.

Gut für die drei Teams: Derzeit scheint es nur zwei Absteiger aus der Landesliga zu geben. Zudem ist auch der Viertletzte Waldhessen noch in Schlagdistanz. Beunruhigend ist aber die schwache Form des heimischen Trios. Die Eintracht und der Tuspo verloren die vergangenen fünf Partien, die HSG die vergangenen sieben Spiele.

Schlechter sieht es für die Herren der TG Wehlheiden aus. Zehn Punkte beträgt bereits der Rückstand des Schlusslichts zum rettenden Ufer. Sehr bitter: Vier Punkte wurden wegen fehlender Schiris abgezogen. Vier Niederlagen zuletzt machten die Situation für die TGW noch brisanter.

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