Mehr als 3000 Zuschauer besuchen internationales BMX-Turnier mit Olympiateilnehmern in Ahnatal

Spektakuläre Sprünge der Stars

Duelle in der Luft: Mathijs Verhoeven (von links), Stepan Tumpach, Philip Schaub und Koen van der Wijst kämpfen auch während der Sprünge um jeden Zentimeter. Fotos:  Kisling

Ahnatal. 1097 Fahrer aus elf Nationen, mehr als 3000 Zuschauer in der vollen Arena, spektakuläre Sprünge und tolle Rennen: Das zweitägige internationale BMX-Turnier in Ahnatal hatte es in sich. Ein Überblick über eine ereignisreiches Veranstaltung:

DIE RENNEN

Zunächst durften sich beim 3-Nations-Cup zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland die ambitionierten Nachwuchsfahrer messen, ehe es mit einem Rennen der C1-Kategorie für Elite-Fahrer um Punkte für das Nationen-Ranking zur Olympiaqualifikation ging. Auf der Grundlage von Erfolgen erhalten Nationen einen Ranglistenplatz, der die feste Startplatzzahl von Olympiaplätzen garantiert. Momentan hat Deutschland im Nationen-Ranking keinen Olympiaplatz sicher.

DIE STARS

Die Starterliste war hochkarätig: Der Olympia-Vierte von 2012, Raymon van der Biezen, war ebenso zu Gast in Ahnatal wie Laura Smulders, die in London die Bronzemedaille gewann und Europameisterin ist. Smulders’ Schwester Merel war ebenso wie Junioren-Europameister Justin Kimmann angereist. Neben dem Quartett aus den Niederlanden gingen unter anderen die Neuseeländerin Vicotoria Hill und der Däne Klaus Bogh Andresen an den Start.

DIE SIEGER

Überraschend setzte sich Martijn Jaspers gegen seinen Landsmann Raymon van der Biezen durch. Jaspers ging nach der ersten Steilkurve in Führung und hatte Glück, so einem Sturz aus dem Weg zu gehen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es heute so gut läuft, aber alles hat gepasst“, sagte der Sieger im Ziel. Bei den Frauen setzte sich die Belgierin Elke Vanhoof vor der WM-Sechsten Merle van Benthem aus den Niederlanden durch. Bei den Junioren sorgte der Sieg des Cottbusers Liam Webster für den Höhepunkt aus deutscher Sicht. Merel Smulders ließ bei den Juniorinnen der Konkurrenz am Ende überhaupt keine Chance.

DIE DEUTSCHEN FAHRER

Für Bundestrainer Florian Ludewig war es ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. „Internationale Wettkämpfe sind enorm wichtig für den Erfahrungswert“, hatte er an seine Athleten appelliert. Liam Webster wurde diesen Ansprüchen mit seinem Sieg gerecht, und auch Julia Pavokovic als Dritte der Juniorinnen wusste zu überzeugen. Philip Schaub schied dagegen nach einem Sturz im Finale der Junioren aus, und Olympionike Luis Brethauer musste sich ebenfalls nach einem Sturz mit Rang sieben zufriedengeben.

DIE HEIMISCHEN STARTER

Die derzeit vom Verletzungspech verfolgten Fahrer des RSC Weimar-Ahnatal mussten meist Lehrgeld zahlen. Ausnahmen bildeten Fyn Farkas-Jansen und Alexander Podlich, Ahnatals jüngste WM-Teilnehmer des Vorjahres. Beim 3-Nations-Cup belegten sie im Finale die Plätze fünf (Farkas-Jansen) und sechs (Podlich).

Von Tobias Kisling

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