Beachhandballer haben beim Turnier des Tuspo Waldau viel Spaß – Kasseler Mannschaften siegen

Spektakuläre Treffer im Sand

Voller Einsatz: Birgit Huhn von der Spielgemeinschaft Waldau und Fritzlar hat sich beim Beachhandball-Turnier des Tuspo durchgesetzt. Foto: Schachtschneider

Kassel. Mit Campingstühlen und Kühltaschen, Sonnenschirmen und Strandhandtüchern pilgern am Samstagmorgen kurz vor 10 Uhr Dutzende Handballerinnen und Handballer zur Anlage nach Waldau. Zum 22. Mal findet dort das Waldauer Beachhandball-Turnier statt. Wir haben uns umgeschaut.

Die Organisatoren

Der Strohhut drückt eine gewisse Lässigkeit aus: Mathias Jünemann hat Erfahrung mit der Ausrichtung der zweitägigen Veranstaltung: „Ich bin seit Anfang an dabei“, erzählt er. Jünemanns Routine ist der Durchführung dienlich. Dennoch sei es Zeit für einen Generationenwechsel: Viele Tätigkeiten haben jüngere Vereinsmitglieder übernommen. Tobias Gans hat rund 100 Stunden Musik zusammengestellt. Mallorca-Hits und Stimmungsmacher. „Ist ja schließlich ein Fun-Turnier“, sagt er.

Die Immerblauen

Hessens erste Beachanlage zeigt sich von ihrer besten Seite: Die Felder sind hergerichtet. Elektronische Spieltafeln machen es den Zuschauern leicht, die Partien zu verfolgen. Gespielt wird zwei Mal zehn Minuten, besonders sehenswerte Aktionen wie Kempa-Tore oder Pirouetten zählen doppelt. Die Spielpläne hängen an einer Wand. Sarah Rei (21) und Meike Auel (24) zücken sofort das Smartphone und fotografieren ab, wann ihr Team an der Reihe ist. „Wir sind die Immerblauen aus Dittershausen“, lachen die beiden jungen Frauen. Das Team setzt sich aus dem Bezirksoberliga- und Bezirksliga-Kader zusammen. „Wir wollen heute Spaß haben und uns im Sand ausprobieren.“

Die Belgier

Zum ersten Mal seit 2000, als die weißrussische Nationalmannschaft zu Gast war, geht es wieder international zu. Zwei belgische Teams sind angereist, zelten unweit des Spielfeldes. „Der Kontakt ist über die ehemalige Waldauer Jugendspielerin Gunna-Lena Hanuss entstanden“, erzählt Tanja Geßner, die vor rund zehn Jahren mit Hanuss in einer Mannschaft gespielt hat. Hanuss ist damals mit den Eltern nach Belgien ausgewandert. Über Facebook standen die beiden Frauen aber seitdem im Kontakt. „Toll, dass es diesmal mit einem Besuch geklappt hat. Im kommenden Jahr wollen wir dann am Turnier in Belgien teilnehmen.“

Die Ergebnisse

Als Urgesteine bezeichnen sich die Beach Brothers Kassel. Seit zehn Jahren nimmt das Team um Kapitän Björn Frey schon am Turnier in Waldau teil. „Wir wollen uns den Turniersieg schnappen“, sagt Frey zu Beginn der Veranstaltung. Nach dem Turniersieg zuletzt in Ahnatal stehen die Chancen gut. Doch im Halbfinale folgt die Ernüchterung: Die Beach Brothers unterliegen mit 0:2 gegen die Bukkake Beach Bangers. Dennoch bleiben die Titel in der Region: Im Finale der Herren setztet sich mit den Isotopes ebenso ein Kasseler Team durch wie bei den Damen mit den Wohlfühlnordies.

Die Jugendteams

Um 20.30 Uhr sind alle 37 Spiele absolviert. Nach einem fröhlichen Abend auf der Anlage geht es am Sonntag sportlich weiter: 27 Jugendteams suchen in sieben Klassen ihre Beachhandballmeister. „Im Sand zu spielen ist etwas ganz anderes, macht aber großen Spaß“, sind sich auch die Nachwuchssportler einig.

Von Carina Wagener

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