Fußball-Hessenliga: Überlegene Lohfeldener verlieren gegen Wiesbaden 0:2

Ein Spiegelbild der Saison

Traurige Kulisse: Lohfeldens Trainer Otmar Velte auf dem Weg zum Spielfeldrand in der Söhre-Kampfbahn. Foto: Fischer

wellerode. „Diese Niederlage spiegelt unsere Saison wider“, analysierte FSC-Trainer Otmar Velte nach dem 0:2 (0:1) seiner Lohfeldener in der Fußball-Hessenliga gegen den SV Wiesbaden. Der FSC, der aufgrund eines Jugendturniers im Nordhessenstadion sein letztes Saisonspiel auf der Söhre-Kampfbahn in Wellerode vor mauer Kulisse von nur 70 Zuschauern austragen musste, verpasste damit den angestrebten Sprung in die einstelligen Tabellenplätze. Der SV Wiesbaden verdeutlichte den Tabellenunterschied dank gnadenloser Effizienz und nutzte zwei seiner insgesamt nur drei Chancen im Spiel. 21 Minuten brauchte Lohfelden, um zu bemerken, dass Wiesbaden keine Ambitionen hatte, das Spiel in die Hand zu nehmen. Die erste sehenswerte Kombination über Adrian Bravo-Sanchez zu Linor Demaj parierte SVW-Torhüter Masur Qosa (22.). Nur eine Minute später vergab Enes Glogic aus aussichtsreicher Position.

Lohfelden hatte das Spiel im Griff, geriet aber nach einer missglückten Abwehraktion in Rückstand: Gleich drei FSC-Verteidiger verpassten es, eine Flanke von Bartosz Franke zu klären, sodass Toni Reljic aus sieben Metern frei zum Abschluss kam und die Pausenführung für den Tabellenfünften erzielte (29.).

Den zweiten Durchgang begann Lohfelden temporeich, doch die Chancenverwertung blieb mangelhaft. Zum Pechvogel wurde Demaj, der zunächst an Qosa scheiterte (47.), ehe er eine Flanke des fleißigen Roy Keßebohms aus fünf Metern Torentfernung freistehend über die Latte bugsierte und mit einem Lupfer erneut an Qosa scheiterte (60.). Auf der Gegenseite traf Marko Kapilas für die Hauptstädter nach einer Ecke nur das Lattenkreuz. Besser machte es Younes Bassouh, dessen Lupfer über FSC-Torwart Timo Bauernschmitt den Weg ins Tor fand (78). Unklar blieb, ob das Tor regulär war oder ob Pere Pavic das Leder noch vor der Linie klären konnte. Die strittige Szene führte in einem von der Tabelle bedeutungslosen Spiel zu einer giftigen Schlussphase auf beiden Seiten mit dem traurigen Höhepunkt in Form einer Gelb-Roten Karte für den Lohfeldener Jaroslaw Matys (88.).

Spielerisch lief bei beiden Mannschaften nichts mehr zusammen, sodass es beim 0:2 blieb. „Jetzt laufen die Planungen für die nächste Saison auf Hochtouren“, blickt Velte auf die kommenden Wochen.

Von Tobias Kisling

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