Vier Athleten trotzen mit Yogis dem Regen

HNA-Yogasommer: So war es für die Sport-Promis

Fußballer Sergej Evljuskin vom KSV Hessen Kassel macht Yoga und blickt konzentriert in die Kamera.
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Konzentriert: Fußballer Sergej Evljuskin vom KSV Hessen Kassel. Vier

Kassel – Was sind schon ein paar Tropfen Regen? Yogis jedenfalls schrecken sie nicht davon ab, sich eine Stunde gemeinsam zu bewegen, zu dehnen, zur Ruhe zu kommen. Rund 80 Teilnehmer haben auf der Hessenkampfbahn dem feuchten Guss getrotzt und mit Lehrerin Saida Khodieva (Barfußtempel) Yoga praktiziert. Darunter auch vier Sport-Promis.

Janina Ciepluch, Tischtennisspielerin beim Regionalligisten SC Niestetal.

„Das war mal etwas anderes. Vom Kraftaspekt her war es für mich nicht viel Neues. Aber die Sache mit der Atmung ist mir richtig schwergefallen. Wann ein- und wann ausgeatmet wurde, da bin ich oft nicht mitgekommen. Die einseitige Belastung in meinem Sport habe ich auch gemerkt. Als Rechtshänderin habe ich mich an der rechten Seite viel beweglicher gefühlt. Insgesamt hat Yoga mir richtig Spaß gemacht. Auch der mentale Teil am Ende war interessant. Dieses einfach mal in sich hineinhören macht man sonst ja nicht. Jedenfalls nicht nach dem Tischtennis-Training.“ Evis Hofverberg, ehemalige Volleyballspielerin TG Wehlheiden.

„Das war heute meine zweite Yogastunde – und es war total angenehm. Der Regen hat es sogar besonders gemacht. Mein Eindruck: Yoga macht dich lebendiger. Die Mischung passt einfach. Du hast ein tolles Gefühl des Loslassens. Auf der anderen Seite werden Muskels angesprochen, die sonst nicht wirklich drin sind im Programm. Meine Schwachpunkte habe ich schnell gemerkt. Meine Oberschenkel. Und die fehlende Beweglichkeit, die auch etwas mit dem Älterwerden zu tun hat. Sehr schon war auch die Ruhe am Ende der Stunde. Trotz der Nässe.“

Jens Nerkamp, Langstreckler mit Schwerpunkt Marathon, Laufteam Kassel.

„Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, ich habe noch nie Yoga gemacht, und vermutlich bekomme ich nun Muskelkater an ganz neuen Stellen. Es war schwer, die Dehnungen so lange zu halten. Auch der herabschauende Hund war eine Herausforderung. Wir Läufer sind ja nicht gerade bekannt dafür, besonders beweglich zu sein. Aber ich nehme viel mit: Yoga wird mir helfen, beweglicher zu werden. Bin ich beweglicher, kann ich schneller und ökonomischer laufen. Das ist besonders wichtig für den Marathon. Ich werde also einiges in meinen Trainingsplan einbauen.“

Sergej Evljuskin, Fußballer beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel.

„Das war klasse. Bei der Entspannung am Ende bin ich fast eingeschlafen. Ich habe zwar schon einige Male Yoga gemacht, werde das jetzt aber häufiger tun. Wir Fußballer haben ja generell Nachholbedarf, was die Hüftbewegung angeht. Bei uns läuft ja alles über die Körpermitte. Einige Übungen gehören schon zum Aufwärm-Programm, um den Körper vor dem Training zu mobilisieren. Etwa die Variationen im Vierfüßlerstand oder der Krieger. Aufpassen musste ich allerdings beim Ein- und Ausatmen und bei einigen Übungen mal links und rechts schauen.“

(Frank Ziemke Und Michaela Streuff)

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