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Sportakrobatik-Trio der SVH Kassel überraschen mit erneuter WM-Nominierung

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Von: Eva Krämer

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Für die Weltmeisterschaften der Sportaktobaten nominiert: Lisa Konrad (von links), Laura Konrad und Finja Kaminski.
Für die Weltmeisterschaften der Sportaktobaten nominiert: Lisa Konrad (von links), Laura Konrad und Finja Kaminski. © Andreas Fischer

Stellt euch mal vor, es ist WM und ihr seid bei. So geht es dem Sportakrobatik-Trio des SVH Kassel. Lisa, Laura und Finja treten im März bei der WM in Aserbaidschans an.

Kassel – Einmal bei einer Weltmeisterschaft dabei sein – davon träumt wohl jeder Sportler. Für drei Sportakrobatinnen der SVH Kassel geht dieser Traum in Erfüllung: Lisa Konrad (17), Finja Kaminski (15) und Laura Konrad (13) nehmen im März an der Weltmeisterschaft der Sportakrobaten in der Klasse Junior 2, für die 13- bis 19-Jährigen in Baku (Aserbaidschans) teil.

Und das, obwohl die Drei erst seit knapp einem halben Jahr gemeinsam trainieren. „Als wir erfahren haben, dass wir bei der WM dabei sind, waren wir erst Mal total geflasht“, sagt Lisa Konrad und lacht. „Damit hätten wir gar nicht gerechnet. Gerade, weil wir erst seit ein paar Monaten gemeinsam trainieren“, sagt Finja Kaminsiki und Laura Konrad nicken. „Die Überraschung war einfach mega groß“, sagt Laura.

Bronze bei der deutschen Meisterschaft in Dresden

Für Lisa Konrad ist es bereits die zweite WM. Im vergangenen Jahr trat sie zusammen mit Xenia Mehlhaff und Elisa Galwas in Genf an. Dort belegten die drei im Finale den achten Platz.

Im Dezember nahmen Lisa, Laura und Finja, nach gerade einmal drei Monaten gemeinsamen Trainings an den Deutschen Meisterschaften in Dresden teil und gewannen die Bronzemedaille. Kurz darauf folgte die Nominierung für die Weltmeisterschaft.

Trainerin Olga Mehlhaff ist stolz auf ihre Sportlerinnen: „Für so einen kleinen Verein wie wir es sind, ist die Teilnahme an einer WM wirklich eine Sensation. Und dann noch das zweite Jahr in Folge“, sagt sie.

Vier Mal die Woche wird trainiert

Bis zur Weltmeisterschaft im März ist es nicht mehr lang. „Wir trainieren derzeit viermal in der Woche“, sagt Lisa Konrad. Unter der Woche drei Stunden pro Einheit, am Wochenende sind es auch schon mal vier. „Außerdem haben wir noch Aufgaben für zu Hause“, erzählt Laura Konrad. „Zweimal die Woche machen wir ein zusätzliches Krafttraining.“

Neben der Schule bleibt da wenig Zeit für anderes. „Im Moment geht das alles. Der Sport ist wie ein Ausgleich zum Schulalltag“, sagt Lisa Konrad.

Das Ziel für die WM ist klar: „Die Mädchen sollen ihr Programm sauber zeigen und möglichst wenige Fehler machen“, sagt Olga Mehlhaff. „Als ersten wollen wir gut durch unsere Übungen kommen, so wie wir es trainiert haben“. sagt Finja Kaminsiki.

„Natürlich werden wir alles geben, um wieder ins Finale zu kommen. Dafür müssten wir das andere deutsche Trio schlagen“, sagt Lisa Konrad. Denn aus jeder Nation kann nur eine Mannschaft in die Endrunde kommen.

Hilfe gab es von einem Profitrainer aus England

In Vorbereitung auf Baku hat sich Olga Mehlhaff Hilfe von einem Profitrainier aus England geholt. „Er hat sich unser Training und unsere Übungen angesehen und hat dann mit uns das Programm für die WM zusammengestellt“, erzählt sie.

Nach nur wenigen Monaten Training haben sich Lisa, Laura und Finja inzwischen gut aufeinander eingespielt. „Wir passen einfach gut zusammen und haben uns schnell gegenseitig vertraut“, sagt Finja Kaminski.

„Lisa und Finja turnten bereits auf einem hohen Level“, erzählt Trainerin Olga Mehlhaff. „Laura kam eher aus der Mitte. Aber sie hat wirklich schnell dazu gelernt. Nun harmonieren die drei sehr gut zusammen.“

Doch die internationale Konkurrenz ist groß. Die stärksten Trios kommen aus Russland, China und England. „Gegen die wird es schwer“, schätzt Mehlhaff. Einige der Nationen haben Profitrainer und seien deshalb viel professioneller.

„Ein bisschen aufgeregt sind wir schon“

„Aber die größte Konkurrenz sind wohl die Mädchen selbst“, sagt Olga Mehlhaff. „Die haben hohe Ansprüche an sich selbst. Ich weiß, dass sie bei der WM alles geben werden.“

In wenigen Wochen heißt es dann Abflug für das Trio der SVH Kassel. Knapp fünf Flugstunden sind es von Frankfurt aus nach Baku ans Kaspische Meer. „Das wird bestimmt eine super Erfahrung werden“, sagt Finja Kaminski. Ein bisschen aufgeregt sind die drei. Schließlich nehme man ja nicht jeden Tag an einer WM teil. (Eva Krämer)

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