Sportkegel-Zweitligist startet am Samstag in die Saison 2020/21

Bei der KSG Kassel ist vieles anders

Die Sportkegler der KSG Kassel mit (von links) Andre Macorlig, Patrick Kotzyba, Stefan Knierim, Frank Weitzel, Sebastian Klöpfel und Uwe Schlitzberger
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Auf neuer Anlage: Die Kasseler (von links) Andre Macorlig, Patrick Kotzyba, Stefan Knierim, Frank Weitzel, Sebastian Klöpfel und Uwe Schlitzberger vor dem Testspiel in Waldau gegen Kamp-Lintfort.

Nein, ein Start in eine ganz normale Zweitliga-Saison ist es für die Sportkegler der KSG Kassel nicht – und das nicht nur wegen der Corona-Pandemie. Denn das Team um Kapitän Uwe Schlitzberger tritt nach dem Abschied im Frühling aus dem Auepark ab jetzt auf der Schere-Anlage im Hessischen Hof in Waldau an.

Kassel - Zum Auftakt müssen die Nordhessen am Samstag ab 16 Uhr allerdings beim SKC Langenfeld-Paffrath antreten.

Bis die KSG ihren ersten Wettkampf auf eigenen Bahnen hat, dauert es auch noch vier Wochen. Erst am 3. Oktober steigt das erste Heimspiel – dann gastieren die KF Nordhorn in Waldau. „Die gewohnte Kegel-Atmosphäre wird es aber nicht geben“, bedauert Schlitzberger. Wegen der beengten Verhältnisse können vorerst keine Zuschauer dabei sein. Es wäre schlicht unmöglich, die Abstände einzuhalten.

Zudem werden die Teammitglieder gebeten, die nach Volltreffern eines Mitspielers typischen „Holz“-Rufe zu unterlassen. Wegen der Coronaauflagen sollen sich darüber hinaus die beteiligten Mannschaften nur in ihren jeweiligen Bereichen aufhalten. Bei den Zweitligisten, deren Anlage genügend Platz bietet, werden Zuschauer dagegen das Geschehen verfolgen können.

Unabhängig davon stellen sich die Kasseler auf eine schwierige Saison ein. „Letztes Jahr war es eng, diesmal wird es ähnlich“, sagt Topmann Frank Weitzel. Anders als sonst treten elf Klubs in der 2. Liga Nord an. Und die Auf- und Abstiegs-Entscheidungen fallen diesmal nicht im Playoff-System. Das heißt: am besten schnell ein großes Polster zu den drei Abstiegsrängen schaffen.

Die Favoriten auf die Meisterschaft sind Rösrath, das sich über die Rückkehr von Thomas Habeth (vom Erstligisten Düsseldorf) freut, und Heiligenhaus II. Neben der KSG mischt noch ein weiteres nordhessisches Team mit: Der KV Sontra stieg aus der Hessenliga auf. Am 14. November müssen die Kasseler zunächst in den Werra-Meißner-Kreis. Für zwei Akteure der KSG wird es ein besonderes Duell: Sebastian Klöpfel und Neuzugang Patrick Kotzyba (zuletzt Eschwege) spielten früher für Sontra.

Zum Kasseler Zweitliga-Kader zählen noch Dirk Westmeier, Manfred Rhode, Manfred Pagel, Ingo Mandelik, Stefan Knierim und der neu zur KSG gestoßene Andre Macorlig. Das bislang einzige Testspiel gewannen die Kasseler am vergangenen Samstag 2:1 (47:31/4816:4629) gegen Kamp-Lintfort. „Die Gäste tun sich auf unseren neuen Bahnen schwer“, betont Weitzel. Es gebe vor allem einen anspruchsvollen Übergang. So erfordert der Wechsel von Bahn 4 auf Bahn 1 viel spielerischeres Geschick.

Weitzel war mit 853 Holz bester Kasseler Starter – der erste offizielle Bahnrekord. Im Training erreichte Klöpfel allerdings schon mal 887 Zähler. „Wenn wir geschlossen Zahlen von mehr als 800 Holz erreichen, werden es unsere Gegner in Waldau schwer haben“, ist Kapitän Schlitzberger überzeugt. Aber bis zum ersten Heimspiel sind es noch ein paar Wochen, weil der Wettkampf gegen Heiligenhaus vom 12. September auf den 1. November verlegt wurde. (Björn Mahr)

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