VOR ORT 200 Teilnehmer und 35 Boote bei Star-Care-Ruderregatta am Start

„Am Start ist die Anspannung da“

Viel los an und auf der Fulda: Bei der 15. Auflage der Star-Care-Ruderregatta war auch ein Achter der HNA dabei, der von Leserinnen und Lesern gesteuert wurde.
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Viel los an und auf der Fulda: Bei der 15. Auflage der Star-Care-Ruderregatta war auch ein Achter der HNA dabei, der von Leserinnen und Lesern gesteuert wurde.

Jonas Gerlach reicht seinem Vater Jens eine Apfelsaftschorle. Der kommt auch bei der 15. Auflage der Star Care-Ruderregatta kaum zum Trinken. Als Sprecher kündigter ein Rennen nach dem anderen an, lotst zwischendurch die Vierer und Achter an den Steg, organisiert Steuermänner und kontrolliert, ob alle Teams noch wissen, in welcher Reihenfolge sie ins Boot einsteigen müssen.

Hektik kommt bei ihm nicht auf, dazu istder Organisator der traditionsreichen Regatta viel zu routiniert. „Ich habe einfach Freude dabei, wenn ich sehe, dass alles funktioniert“, sagt der 47-Jährige.

200 Ruderer

Rund 200 Sportlerinnen und Sportler gehen bei spätsommerlichen Temperaturen vom Bootshaus der Albert-Schweitzer-Schule aus aufs Wasser. Zehn Achter, 19 Vierer und sechs Drachenboote sind diesmal gemeldet. Gerlach ist zufrieden mit dieser Zahl, obwohl er sich noch das ein oder andere große Boot mehr gewünscht hätte. „Aber wir merken, dass das auch bei den Firmen noch nicht so leicht zu organisieren ist.Viele Mitarbeiter sind wegen Corona im Homeoffice.“

Viele neue Gesichter

Besonders freut sich Gerlach, dass wieder einige neue Unternehmen dabei sind, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Einen Achter haben etwa die Kolleginnen und Kollegen der Strahlentherapie des Klinikums Kassel gemeldet. „Die Tochter einer Kollegin ist früher für die Albert-Schweitzer-Schule gerudert und hat uns auf die Idee gebracht“, erzählt Heidrun Meye. „Dann hat dasProjekt schnell Gestalt angenommen und jetzt warten wir aufgeregt auf unseren ersten Start.“ Freunde und Familie sind zum Anfeuern mit dabei. Zwei Mal hat das Team trainiert. „Nachdem wir anfangs noch unsicher waren, wo wir im Boot überhaupt hintreten dürfen, damit es nicht kippt, waren wir dann alle mit viel Spaß dabei.“ Auch ein Team-Name war schnell gefunden: X-Raycer – frei nach dem englischen Begriff für Röntgenstrahlen. Im Zeitfahren auf der 350 Meter langen Strecke setzt sich der X-Raycer gegen die Agentur für Arbeit durch und holte später sogar Gold.

Im HNA-Achter

Auch der HNA-Achter ist mit Begeisterung dabei. Vor einigen Wochen konnten sich Leserinnen und Leser um einen Platz bei der Star Care-Regatta bewerben. Für Marc-Lucas Musielak eine besondere Möglichkeit, eine neue Sportart auszuprobieren. „Eigentlich geht es ja um den olympischen Gedanken, aber wenn man dann am Start steht, ist doch eine gewisse Anspannung da.“ So ist der Jubel groß, als es im Zeitlauf für einen Sieg gegen die RVC Beginners reicht. Gesamtsieger im Achter wird die Universität, SMA gewinnt bei den Vierern, und im Drachenboot-Wettkampf ist der PSV Grün-Weiß Kassel vorn.

Drohne überblickt alles

Eine Drohne hält das Renngeschehen regelmäßig aus der Luft fest. Sie wird vom SG- Stern-Bus aus gesteuert. Dort stehen auch Jürgen Tirann, der 20 Jahre Vorsitzender der SG Stern Kassel war, und sein Nachfolger Jost Wesemüller. „Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden, die bereit sind, zehn oder zwölf Stunden am Tag zu helfen“, sagt Tirann, der inzwischen Ehrenvorsitzender ist. „Deswegen sind wir gern tatkräftigmit dabei, um ein solches Event zu ermöglichen.“ Mehr als 5000 Euro kommen am Ende des Tages zusammen. Wesemüller hilft nicht nur bei der Organisation, sondern sitzt auch selbst im Boot – mit seinen beiden Töchtern Jana und Helene.

Zufriedenheit im Ziel

Auch bei Jens Gerlach ist die ganze Familie involviert. Mutter Inge hat wie in jedem Jahr zahlreiche Kuchen gebacken und hilft beim Verkauf, Vater Werner steuert auch mit 81 Jahren noch ein Boot nach dem anderen. „Er ist die gute Seele der Regatta“, sagt Gerlach. Seine Frau Katrin und die Kinder Jonas und Jacob sind ebenso dabei wie Bruder Stephan. Als Oberbürgermeister Christian Geselle gegen 16.30 Uhr Uhr die Medaillen an die Sportler übergibt, ist Gerlach froh, dass alles reibungslos geklappt hat.

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