Baunataler Handballer an der Schulter operiert

Start in der dritten Liga ohne Geßner

Trainingsauftakt als Zuschauer: Felix Geßner fällt beim GSV Eintracht Baunatal vorerst aus.
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Felix Geßner ist bei den Handballern des GSV Eintracht Baunatal vorerst zum Zuschauen verdammt.

Nicht nur die Pandemie ärgert aktuell die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal: Mit Felix Geßner wird voraussichtlich einer der Leistungsträger bis ins nächste Jahr hinein ausfallen.

„Für mich ist erstmal Pause und danach Reha angesagt“, erzählt der Linksaußen der Bauntaler. Mal mehr und mal weniger Schmerzen in der rechten Schulter hätten ihm immer wieder zu schaffen gemacht. Kleinere Pausen, Physiotherapie und zuletzt auch Spritzen gegen die stärker werdenden Schmerzen hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. „Schließlich habe ich mich zu einer Operation entschlossen. Ein entzündeter Schleimbeutel musste entfernt werden und eine beschädigte Sehne wurde auch noch festgestellt“, sagt der 30-Jährige, der seit 2012 bei der Eintracht ist.

„Ich bin jetzt erstmal auf Eis gelegt und muss mich aufs Zuschauen beschränken“, sagt Geßner weiter. Weil die Eintracht-Handballer in diesen Tagen das Training wieder aufgenommen haben und in einem Monat wohl schon die ersten Testspiele folgen könnten, ist Geßner mit seiner neuen Rolle auf der Bank verständlicherweise wenig glücklich: „Statt mich sportlich vorzubereiten, stehen jetzt Lymphdrainage und Krankengymnastik auf meinem Plan, aber es gab am Ende keine Alternative zu der Operation.“

Bis zu neun Monaten könnte Geßner jetzt der Eintracht fehlen, bis der Wurfarm wieder einsatzbereit ist. In Panik verfallen will man deshalb allerdings nicht, wie Klaus Kurtz klarstellt: „Einerseits fehlt uns Felix menschlich, und andererseits ist er auch sportlich schwer zu ersetzen. Nach dem Abgang von Sven Vogel auf Rechtsaußen, sind wir nun auch auf der anderen Außenposition geschwächt“, sagt der Baunataler Abteilungsleiter. Allerdings habe Tom Kurtz nun Gelegenheit sich auf Geßners Position zu beweisen. Der 21-Jährige habe dafür das volle Vertrauen der Mannschaft, an Neuverpflichtungen sei daher nicht gedacht. Inzwischen sei das Team ordnungsgemäß für die Dritte Liga angemeldet und alle würden auf einen Saisonstart Ende August hoffen. „Am liebsten mit Zuschauern“, sagt Klaus Kurtz.

Ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen lassen will sich Dennis Weinrich vom Ausfall eines seiner Leistungsträger: „Wir vertrauen Tom Kurtz und Friedrich Helmut, der nach Baunatal zurückgekehrt ist. 1:1 werden wir Felix nicht ersetzen können, aber Neuverpflichtungen liegen nicht drin und sind auch nicht gewollt“, sagt Weinrich, der mit seiner Mannschaft inzwischen wieder vier Trainingseinheiten pro Woche absolviert. Die neue Saison kann also kommen. (Martin Scholz)

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