Ehemaliger Baunataler Zweitliga-Torwart Lothar Uhl feiert heute seinen 70. Geburtstag

Sternstunde beim Oberliga-Aufstieg

Lothar Uhl

Kassel. Noch heute denkt Lothar Uhl mit Grauen ans Frühjahr 1977 zurück: Damals stand er im Tor des Fußball-Zweitligisten KSV Baunatal, der am 26. März in Fürth antrat.

Bei einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Stürmer erlitt er eine schwere Verletzung, die sich später als Trümmerbruch im linken Zeigefinger herausstellte.

„Der Arzt in Kassel stellte mich vor die Wahl: Entweder Finger ab oder Schluss mit Profifußball“, erinnert sich Uhl an die humorlosen Worte des Doc. „Ich entschied mich für das Ende meiner Vertragsspieler-Karriere“, berichtet der ehemalige Keeper, der heute 70 Jahre alt wird.

Lothar Uhl setzte seine Laufbahn nichtsdestotrotz im Amateurfußball fort. Nach seinem Abschied in Baunatal trat er das Amt des Spielertrainers beim TSV Heckershausen an, ehe er noch einmal ins Tor des Landesligisten CSC 03 wechselte. Mit den Rothosen erlebte er im Frühjahr 1983 seine persönliche Sternstunde, als er in Bad Hersfeld gegen Schrecksbach im entscheidenden Spiel um den Oberliga-Aufstieg gleich vier Strafstöße hielt. „Einen beim Stand von 1:1 in der Verlängerung und drei beim 4:2-Sieg im Elfmeterschießen“, blickt Uhl noch heute stolz zurück.

Lothar Uhl kann wegen eines Bandscheibenvorfalls keinen Sport mehr ausüben. „Dennoch“, so der Jubilar, „habe ich kein bisschen Fett angesetzt. Ich wiege immer noch 66 Kilo – genauso viel wie zu meiner Profizeit. Ich bin wahrscheinlich ein guter Futterverwerter, außerdem rauche ich. Da soll man ja bekanntlich nicht zunehmen.“

Trotz seiner Rückenbeschwerden arbeitet Lothar Uhl oft auf seinem Grundstück in Heckershausen. „Der Rasen muss ja gemäht werden. Und wenn ich die Arbeit mit dem Benziner mal nicht mehr schaffe, muss ein Traktor her“, erklärt Uhl trocken. Nicht heute, sondern erst am kommenden Samstag lädt Lothar Uhl zur Geburtstagsfete nach Fürstenwald in ein Restaurant ein. „Dann sind meine Irmhild, mit der ich kürzlich goldene Hochzeit gefeiert habe, meine beiden Söhne Michael und Matthias sowie ein paar Nachbarn mit von der Partie“, freut sich der Jubilar.

Von Günter Grabs

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