Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Braunschweig

Steven Müller und Malaika Mihambo wollen den Titel

Favoritin: Weitspringerin Malaika Mihambo.
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Favoritin in Braunschweig: Weitspringerin Malaika Mihambo.

Einen großen Schritt auf dem Weg zu den am 23. Juli beginnenden Olympischen Spielen in Tokio will am Sonntag 200-Meter-Sprinter Steven Müller bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig machen. Erlaubt sind im Eintracht-Stadion am Samstag und Sonntag jeweils 2000 Zuschauer.

„Ich erwarte, dass Steven was auf die Bahn zaubert“, sagt Otmar Velte, Trainer von Steven Müller, und meint eine „richtig schnelle Zeit“ im Bereich der Bestleistung (20,42 Sekunden), die den Nachweis des intensiven Trainings der vergangenen sechs Monate liefern würde. Die Olympia-Norm (20,24) soll dann der zweite Schritt sein, den der Staffel-Weltmeister im weiteren Verlauf des Juni angehen soll.

Der Athlet der LG Friedberg-Fauerbach könnte mit einem Sieg in Braunschweig nach 2019 und 2020 zum dritten Mal in Folge Meister werden. Die Titelverteidigung ist aber dem Zeit-Ziel absolut untergeordnet. „Die starke Konkurrenz wird Steven pushen“, hofft Otmar Velte. Für seinen Schützling stehen aktuell 20,75 Sekunden als schnellste bisher gelaufene 200-Meter-Zeit in dieser Saison.

Fest im Plan hatte auch die in Kassel geborene Pamela Dutkiewicz-Emmerich ihren Start in Braunschweig. Doch dann kam überraschend die Absage über Instagram: „Noch kann ich nicht in die Wettkampfsaison einsteigen. Nervale und funktionelle Probleme haben das spezifische Training für einen Wettkampf verhindert“, teilte die 29-jährige Nordhessin mit. Dutkiewicz-Emmerich, diefür den TV Wattenscheid startet, will jetzt ihren „Körper in Balance bekommen“, um möglichst bald wieder auf der Bahn zu stehen.

Wie Dutkiewicz-Emmerich stand auch Florian Orth gestern noch auf der Startliste. Der Zahnarzt aus Schwalmstadt wird aber wohl nicht in Braunschweig antreten. Auch aufgrund der Corona-Beschränkungen im Training betrachtet der 31-jährige seine Chancen als nicht aussichtsreich genug. Ebenfalls in Braunschweig fehlen werden Kugelstoßerin Patricia Römer vom ESV Jahn Treysa (Technikumstellung) und Eva Dieterich vom Laufteam Kassel, die sich auf die U23-EM (8. bis 11. Juli) in Bergen/Norwegen konzentriert.

Das Olympia-Ticket schon gelöst hat Neele Eckhardt-Noack (LG Göttingen) Die 28-Jährige will ihre gute Form mit einem 14-Meter-Sprung bestätigen und das ewige Dreisprung-Duell mit Kristin Gierisch (jetzt Leverkusen) gewinnen. LGG-Vereinskollegin Kira Wittmann möchte sich um sieben Zentimeter auf 13,30 Meter verbessern. Damit wäre die 20-Jährige bei der U23-EM dabei – genau wie Weitspringerin Merle Homeier. Die 21-Jährige hofft wie in den Vorjahren auf einen Podestplatz hinter Malaika Mihambo. In Braunschweig zählt die Weltmeisterin zu den wenigen Top-Stars, nachdem auch Kugelstoßer David Storl, Sprinterin Gina Lückenkemper, Speerwerfer Johannes Vetter und Mittelstrecklerin Konstanze Klosterhalfen ihre Teilnahme abgesagt haben. (Martin Scholz und Sebastian A. Reichert)

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