Weggang von Offensivspielern bringt Hessenligist unter Zugzwang – Saisonfinale bei Wehen Wiesbaden II

Stößt OSC Vellmar an seine Grenzen?

Geht nach zwei OSC-Jahren zurück nach Dörnberg: Pascal Kemper.

Vellmar. „Jetzt macht euch mal nicht so viele Gedanken um uns“, ist Thomas Kneuer bemüht, besorgter Nachfrage bezüglich der Zukunft des OSC Vellmar die Spitze zu nehmen. Dass die Nachfragen kommen, erstaunt freilich nicht. Denn die Hessenliga-Fußballer verlieren mindestens sechs Stammkräfte (wir berichteten), darunter die drei Stürmer und mit Felix Bredow einen offensiven Mittelfeldspieler. Zudem hatte der langjährige Sportliche Leiter Rudi Hochheimer Anfang April seinen Hut genommen.

Lohne, Bredow, Müller und der zum FSV Dörnberg zurückkehrende Kemper schossen in dieser Saison 29 von 48 OSC-Treffern, zuvor zeichneten Lohne, Kemper und Müller für 42 von 79 Toren der Vellmarer verantwortlich.

Ringen um Kontinuität

Mit der Partie bei Wehen Wiesbaden II (Samstag, 15 Uhr) endet für die Elf von Trainer Mario Deppe eine wenig befriedigende Spielzeit. Und auch die Zeit bis zum Beginn der nächsten dürfte für die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Vellmarer kaum leichter sein. Lange stand der OSC für Kontinuität und Solidität, gehört der Hessenliga abgesehen von der Saison 2007/08, seit 15 Jahren an. Nur drei Trainer benötigte der Klub in den letzten 19 Jahren. Stößt das Modell Vellmar nun also an seine Grenzen?

„Ich denke, wir sehen allmählich Licht am Ende des Tunnels und bekommen das schon hin“, äußert sich Kneuer zuversichtlich. Intakte Strukturen seien trotz Hochheimers Ausscheiden vorhanden. „Auch wenn Mario Deppe, Teammanagerin Nadine Sandrock und mir die Aufgabe zukommt, eine Mannschaft für die nächste Saison zusammenzustellen, so gibt es doch noch viel mehr helfende Hände neben uns. Alle haben eine Schippe draufgepackt“, sagt Kneuer. Zudem sei der Etat „in trockenen Tüchern, nachdem ein Sponsorenproblem gelöst wurde“.

Acht Spieler gebunden

Bleiben die personellen Lücken im sportlichen Bereich. Aber auch da reagiert Kneuer gelassen: „Wir können gerade die Angreifer nicht eins-zu-eins ersetzen und müssen andere Lösungen finden. Dazu führen wir Gespräche mit Kandidaten.“ Zusagen gibt es noch nicht. „Aber es gab Jahre, da hatten wir Anfang Juni nur vier Leute unter Vertrag. Jetzt sind es acht.“

Kapitän Christian Wollenhaupt, Nasuf Zukorlic, Dennis Schanze, Sebastian Wagener, Hannes Peschutter, André Schnell und Maik Siebert sind noch für ein Jahr gebunden, Maximilian Igel kommt aus der eigenen Jugend hinzu. Von Schlussmann Tobias Orth gibt es laut Kneuer eine mündliche Zusage. „Ansonsten arbeiten wir auf den Stichtag 30. Juni hin. Die Erfahrung lehrt, dass es bezüglich von Zusagen kurz davor immer noch positive Überraschungen gibt“, sagt Kneuer.

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