Türkgücü feiert wichtigen Sieg

Türkgücü jubelt spät

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Hart umkämpft: Der SV Türkgücü Kassel hat gegen die SG Bad Soden mit 1:0 gewonnen und drei wichtige Punkte im Abst iegskampf geholt. Hier ringen Enver Maslak und Tuna Moaremoglu (rechts) um den Ball. 

Dramatischer hätte das Fußballjahr für Verbandsligist SV Türkgücü kaum enden können. Der Aufsteiger besiegte Bad Soden in einer dramatischen Schlussphase per Foulelfmeter 1:0.

Dramatischer hätte das Fußballjahr für Verbandsligist SV Türkgücü kaum enden können. Der Aufsteiger besiegte die SG Bad Soden in einer dramatischen Schlussphase durch einen umstrittenen Foulelfmeter, den der eingewechselte Yasin Bingül in der Nachspielzeit zum 1:0 (0:0)-Erfolg verwandelte. Zunächst lief es für die Mannschaft aus der Kasseler Nordstadt wie in den letzten Wochen: Das Team spielte gut mit, konnte sich aber aus dem Spiel heraus kaum Möglichkeiten erarbeiten. Daher blieb es in einer eher unspektakulären ersten Halbzeit beim torlosen 0:0. Das hatten die Gastgeber allerdings ihrem Torhüter Lukas Perzel zu verdanken. Er klärte in der 24. Minute spektakulär mit einer Fußabwehr gegen Memeti Ilir, der aus nächster Nähe abgezogen hatte. Die Gäste zeigten die bessere Spielanlage und die klareren Aktionen.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie flotter. So hatten die Gastgeber Pech als Enver Maslak nach Vorarbeit von Volkan Altindag nur an den Pfosten köpfte (56.). Nach einer Stunde musste Sodens Tim Paulowitsch nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot den Platz verlassen. Von den Gästen war außer ein paar harmlosen Kontern nun nicht mehr viel zu sehen. Wiederum Maslak hatte die nächste Chance, doch sein Schuss aus acht Metern wurde abgeblockt – der Nachschuss von Altindag verfehlte dann knapp sein Ziel (68.). In der 74. Minute musste der nächste Sodener mit Gelb-Rot vom Feld: Diesmal erwischte Kevin Paulowitsch, den Bruder des ersten Sünders.

Sodens Trainer Anton Römmich sprach schon von vorgezogenen Weihnachtsgeschenken, wofür er Gelb sah. Doch für die Gäste, die die Partie der Hinrunde noch mit 8:0 für sich entscheiden konnten, sollte es dann noch schlimmer kommen. Die Nachspielzeit hatte gerade begonnen als sich die Wege von Maslak und SG-Torhüter Abdul Samed Ersöz im Strafraum der Gäste kreuzten und beide zu Boden gingen. Zum Entsetzen von Römmich entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für die Gastgeber. Nach langen Diskussionen und Gelb-Rot für den Sodener Coach ließ sich Bingül die Elfmeter-Chance nicht entgehen und traf sicher zum letztlich glücklichen Erfolg für die abstiegsbedrohten Nordstädter. „Egal, Hauptsache gewonnen“, sagte Edin Karavdic, der den gesperrten Chefcoach Hüseyin Üstün letztmals vertrat. Später ergänzte Üstün noch: „Es war ein dreckiger Sieg, doch er hilft, macht Mut und nährt die Hoffnung auf den Klassenerhalt.“ Dass am Ende noch Volkan Altindag wegen Nachtretens Rot sah (90.+3) störte letztlich Niemanden mehr.

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