Duell im Abstiegskampf

SV Türkgücü steht gegen Eichenzell erneut unter Druck

+
Ab durch die Mitte: Türkgücüs Verteidiger Kevin Janek steht mit seiner abstiegsbedrohten Mannschaft gegen Eichenzell einmal mehr unter Druck.

Kassel – Es ist wie immer in den vorigen Wochen. Wenn die Verbandsliga-Fußballer des SV Türkgücü auf den Platz gehen, müssen sie gewinnen. Wie sie auch selbst betonen. Die Vorgabe gilt erst recht für das Heimspiel gegen den FC Eichenzell am Samstag ab 16.30 Uhr im Nordstadtstadion.

Die Gäste aus Osthessen liegen um fünf Zähler und zwei Plätze besser als Türkgücü. Mit einer weiteren Niederlage verlöre der SVT als 15. den Anschluss. Einer von denen, auf die sich Hoffnungen richten, erstmals seit dem 7. September wieder zu gewinnen, ist Kevin Janek. In der Jugend des SV Kaufungen groß geworden, kam er über den TSG Wattenbach zur vorigen Serie zu Türkgücü. Nach einer Saison der Eingewöhnung zählt er längst zu den Leistungsträgern.

Wie aber kam der 22-Jährige in die Nordstadt? „Unser Co-Trainer Ibro Semoski hat mir den Wechsel schmackhaft gemacht. Wenn er auf einen einredet, kann man kaum Nein sagen“, berichtet Janek amüsiert. Bedauert hat der Verteidiger den Schritt zu keiner Zeit: „Ich habe hier fußballerisch eine Menge gelernt und in eine andere Kultur reingeblickt. Außerdem sind die Jungs hier so was von herzlich.“

Ungeachtet allen Wohlgefühls verspürt auch Janek Unbehagen angesichts der mageren bisherigen Ausbeute des Aufsteigers. „Klar müssen wir gewinnen. Aber der Verein macht uns keinen Druck. Den machen wir uns selbst“, sagt er, „schließlich spielen wir mit Willen und Leidenschaft und ärgern uns über jeden Misserfolg.“ Zumal einige davon nach Janeks Ansicht vermeidbar waren. „Viele Klubs sind uns spielerisch überlegen, aber kämpferisch sind wir stärker“, betont er und blickt zurück: „Oft haben uns die Gegner später gefragt, wie wir das Spiel nur verlieren konnten, was wir da bloß gemacht hätten.“

Und was hatten sie gemacht? „Es liegt häufig am taktischen Verständnis, da müssen wir cleverer sein. Wir rennen vorn drauf, und mit dem ersten Gegenangriff bekommen wir einen drauf. In dieser Liga knallen sie dir solche Dinger rein ohne Ende.“

Gegen Eichenzell, wobei Türkgücü nur Mohamed Ghafari ersetzen muss, wird Janek vermutlich seinen bevorzugten Platz in der Innenverteidigung räumen und hinten links verteidigen – um die starke rechte Angriffsseite der Gäste zu bremsen. Und somit für mehr Stabilität in der Defensive zu sorgen. Denn Türkgücü muss ja gewinnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.