Heimische Fußballtalente bei Profiklubs

Talente der Fußball-Hessenligisten sind gut angekommen

Etablierten sich beim FC Carl Zeiss Jena: Die vom KSV Hessen nach Thüringen gewechselten (von links) Lennart Müller, Luis Fischer und Enes Bucan. 
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Etablierten sich beim FC Carl Zeiss Jena: Die vom KSV Hessen nach Thüringen gewechselten (von links) Lennart Müller, Luis Fischer und Enes Bucan. 

Elf Talente der Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel und KSV Baunatal wagten vor dieser Saison den Sprung zu einem Profiklub. Wie haben sie sich entwickelt? Wir fragten nach.

Till Hausotter(SC Freiburg, U 16, Oberliga): Der Ex-Torjäger des KSV Hessen kam in 13 Partien zum Einsatz. In Test- und Pflichtspielen erzielte er sechs Treffer. Als der Frankfurter David Abraham Freiburgs Trainer Christian Streich umrannte, stand Hausotter als Balljunge 20 Meter entfernt. „Ich hoffe, dass ich nach der Winterpause noch mehr Spielzeiten bekomme, um mein Talent zu beweisen“, sagt der Kasseler.

Shaban Zenku(Borussia Mönchengladbach, U 16, Niederrheinliga): Im Borussia-Internat fühlt sich der Spielmacher aus Lohfelden pudelwohl. Einmal fehlte er wegen einer Klassenfahrt, sonst bestritt er alle Spiele. Neben der Teilnahme an zwei DFB-Lehrgängen gehörten Balljungen-Einsätze bei der Nationalelf sowie in Bundesliga und Europa League zu seinen Höhepunkten. „Ich bin froh, dass ich diesen Schritt getan habe“, bilanziert Zenku.

Linus Horey (SC Paderborn, U 16, Landesliga): Der 15-Jährige aus Hofgeismar stand stets in der Startelf, ist Vizekapitän und erzielte drei Treffer. „Die Umstellung war anstrengend“, sagt der Sechser. „Ich bin positiv überrascht von meinem Einstieg und sehr zufrieden mit allen Umständen und meinen Leistungsfortschritten.“

Luis Fischer (FC Carl Zeiss Jena, U 17, Bundesliga): Der 15-Jährige wohnt im Sportinternat und trainiert dort sechsmal pro Woche. Als Jungjahrgang fand sich Fischer gut ein und bestritt alle 16 Spiele, 13 davon in der Startelf.

Lennart Müller (FC Carl Zeiss Jena, U 17, Bundesliga): Mit seinem Bundesliga-Debüt gegen Hannover 96 machte er sich Mitte September zum 15. Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Fortan war er in der Innenverteidigung gesetzt, ehe er sich im Oktober gegen Hertha BSC verletzte und seither ausfiel. „Ich kann jedem nur empfehlen, diesen Schritt auszuprobieren“, sagt der Eschweger.

Enes Bucan (FC Carl Zeiss Jena, U 17, Bundesliga): In zwölf von 16 Spielen kam der 16-Jährige zum Einsatz, die Hälfte davon in der Startformation. „Für mich ist es ein schönes Gefühl, auf dem Feld gegen die besten Fußballer Deutschlands Woche für Woche alles zu geben“, sagt er.

Ilija Tilev(MSV Duisburg, U 17, Niederrheinliga): Weil sich die Klubs nicht über die Wechselformalitäten beziehungsweise die Ablösesumme einigen konnten, kehrte der Bad Hersfelder, der schon an den Rhein gezogen war, Ende August zum KSV Hessen zurück – nachdem er für Duisburg sogar schon ein Testspiel bestritten hatte.

Alexander Basalo (MSV Duisburg, U 16, Kreisleistungsklasse): Die gleichen Probleme wie bei Tilev gab es bei Alexander Basalo. Doch der Hann. Mündener blieb und saß die dreimonatige Sperre ab. Seit dem 1. November traf der Mittelfeldakteur bereits fünfmal für den MSV und fühlt sich sehr wohl.

Philip Brown (SC Paderborn, U 15, Westfalenliga): Viermal unter der Woche pendelt Brown von Schauenburg mit einem Shuttleservice zum Training. Der Innenverteidiger startete in jeder Partie und ist einer von drei Kapitänen. Im August stand der Ex-Baunataler im Sichtungskader der ungarischen Nationalmannschaft. „Der Wechsel war die richtige Entscheidung“, sagt der 14-Jährige. „Mir gefallen besonders das familiäre Umfeld und die enge Verbindung der Jugendteams zu den Profis.“

Jonah Schmincke (SC Paderborn, U 17, Westfalenliga): Der 16-Jährige kommt regelmäßig zum Einsatz. „Der Wechsel hat mich sowohl spielerisch als auch technisch und menschlich weitergebracht“, resümiert er.

Johann Klein (SV Darmstadt 98, U 17, Bundesliga): In den zwölf Partien, zu denen er fit war, stand Klein in der Startelf. Nach kurzer Eingewöhnung fand er sich auch außerhalb des Platzes zurecht. „Ich bin sehr glücklich und fühle mich extrem wohl. Es war der richtige Schritt“, sagt er. 

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