Mehrere Titel in kurzer Zeit

Tennisspieler Marc Leimbach gewinnt drei weitere Deutsche Meisterschaften

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Der Meister und sein beliebtestes „Spielzeug“: Marc Leimbach zeigte bei den Deutschen Meisterschaften sein bestes Tennis und gewann zwei Einzel- und einen Doppeltitel.

Kassel. Titel hat er schon viele gewonnen. Aber für Marc Leimbach gibt es kein Genug. Nun ergänzte der Kasseler seine Sammlung um drei weitere Deutsche Meisterschaften im Tennis.

Dabei kamen die Erfolge eher unerwartet. „Ich bin selbst überrascht. Zweimal hatte ich mir in den letzten Monaten beim Basketballspielen einen Finger angebrochen und deshalb weniger trainiert als sonst“, erklärt der Polizist.

Zunächst startete Leimbach, der früher für den TC 31 Kassel spielte und inzwischen für Ratingen in der Bundesliga antritt, bei den Titelkämpfen der Herren 35 in Karlsruhe. Unter 64 Teilnehmern an Position zwei gesetzt erreichte der 39-Jährige locker das Finale und ließ dem topgesetzten Andreas Thivessen (Essen) bei seinem 6:4, 6:2-Erfolg keine Chance. Hierbei kam ihm der Boden entgegen. „Sand ist mein Belag, da spiele ich gleich um zwei Klassen besser. Auch ohne genügend Training“, betont er.

Absolute Seltenheit im deutschen Turniertennis

Nur eine Woche später hatte Leimbach bei den Deutschen Meisterschaften der Herren 40 ein ähnliches Mammutprogramm zu bewältigen. Abermals in herausragender Form zog er ins Endspiel ein. Der ungesetzte Mirco Heinzinger (Essen) verlangte Leimbach im Finale alles ab. Trotzdem setzte sich der Kasseler 7:6 und 6:4 durch.

Diese Einzeltitel innerhalb von nur zwei Wochen bei den Herren 35 und Herren 40 stellen eine absolute Seltenheit im deutschen Turniertennis dar. Zumal Leimbach ohne Satzverlust blieb und damit die Titel Nummer fünf und sechs bei deutschen Meisterschaften errang.

Immer noch ehrgeizig wie ein Jugendlicher

Bei Herren 35 holte sich Leimbach mit dem Wuppertaler André Lux zudem seinen zehnten Doppeltitel. Bei den Herren 40 musste er sich mit dem gleichen Partner im Finale knapp geschlagen geben.

Klingt, als wäre Leimbach immer noch ehrgeizig wie ein 15-Jähriger, oder? „Ja, stimmt schon. Da muss ich nicht lange überlegen“, sagt er, „aber den Ehrgeiz brauchst du auch, wenn du erfolgreich sein willst.“ Was ihn außerdem so gut macht, weiß er nicht so genau: „Vielleicht liegt es daran, dass ich erst spät mit dem Tennis angefangen habe.“ Mit 15 Jahren begann er, mit Mitte 20 spielte er seine ersten auswärtigen Turniere.

Auch bei Weltmeisterschaften war Leimbach schon am Start. Denkt er bereits an die nächste Teilnahme? „Das reizt mich schon. Aber sie finden in Miami statt und sind mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden.“ Und ob sie mit dem Beruf und der Familie – Leimbach ist verheiratet und Vater einer Tochter – vereinbar sind, wäre noch zu klären.

Von Wilfried Müller und Wolfgang Bauscher

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