3:1-Sieg bei der FSV Bergshausen

TG Wehlheiden in der Volleyball-Oberliga auf Überholspur

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Am Netz: Bergshausens Christiane Wieja gegen Wehlheidens Kim Gerlach (links) und Lea Hoß. 

Unvergessen bleibt der Moment, als sich die Volleyballerinnen der TG Wehlheiden am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison mit zwei Siegen die Meisterschaft in der Landesliga krallten.

Nun kehrten sie also zurück an diesen Ort und zeigten der FSV Bergshausen im Oberliga-Derby deutlich die Grenzen auf. Mit einem 3:1-Erfolg (25:15, 28:26, 19:25, 25:19) unterstrichen die Wehlheiderinnen nicht nur ihre Ambitionen – durch den vierten Sieg im fünften Spiel kletterte der Aufsteiger vorläufig sogar auf Platz zwei. „Ich bin beeindruckt“, zeigte sich Wehlheidens Trainer Horst Dristram sichtlich angetan von der Leistung seiner Mannschaft. 

Und das nicht grundlos. Die Momente, in denen das Spiel zu kippen drohte, waren überschaubar. Die meisten Aktionen beinhalteten ein Maß an Klarheit, dem die Bergshäuserinnen nicht gewachsen waren. Zudem wirkte der FSV gerade zu Beginn doch ziemlich nervös, was die Fülle an leichten und überflüssigen Fehlern erklären könnte.

Manchmal kommt es auf Nuancen an 

„Nuancen entscheiden solche Spiele. Heute hat die Masse an individuellen Fehlern den Ausschlag gegeben“, erklärte Bergshausens Coach Thomas Willisch, der trotzdem eine starke Leistung seines Teams sah. Der Knackpunkt der Partie war wohl der zweite Satz. Nachdem sich Wehlheiden im ersten Durchgang früh abgesetzt hatte und diesen souverän 25:15 gewann, wurde es anschließend deutlich enger.

Obwohl es wieder Phasen gab, in denen den Gastgeberinnen die Bälle nur so um die Ohren flogen, zeigten sie sich nun deutlich aufmerksamer. Die Hereinnahme von Zuspielerin Alexandra Steinbach-Krug machte sich direkt bezahlt, denn sie strahlte jetzt die nötige Sicherheit aus. 

Millimeterarbeit und individuelle Klasse

Dass dann ein Ass von Wehlheidens Kim Gerlach diesen Satz entschied, war Millimeterarbeit und individuelle Klasse – und ein wenig Glück. Der dritte Satz war also Bergshausens letzter Strohhalm. Christiane Wieja und Plamedie Kiebwa blühten allmählich auf, während Wehlheiden nun ein bisschen ins Wanken geriet.

Bergshausen gewann diesen Satz mit 25:19 – die Hoffnung war zurück. Und auch anschließend deutete vieles wieder auf einen engen Satz hin. Es stand 10:10. Und dann setzten sich die Gäste ab. Katharina Stark machte den entscheidenden Punkt zum 25:19. Und damit stand fest: Die Wehlheiderinnen mischen weiter die Liga auf. Mal schauen, wo die Reise auf der Überholspur hinführt.

Von Raphael Wieloch

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