Grünes Licht der Kommunen fehlt noch

Tischtennis: Saisonstart Ende August geplant

Sie wollen wieder spielen: Niklas Hilgenberg (links) und Marco Hilgenberg von der SVH Kassel.
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Sie wollen wieder spielen: Niklas Hilgenberg (links) und Marco Hilgenberg von der SVH Kassel.

Die Tischtennisspieler sind in Lauerstellung. Die Verbände haben für ihre Ligen die Spielpläne bereits erstellt. Die Hoffnung: Ende August soll die Saison beginnen. „Aber das ist noch nicht offiziell“, sagt der Kasseler Kreiswart Dieter Salmen. Ein Überblick:

Der Auftakt

Der Saisonstart ist für das letzte Wochenende im August geplant. Und zwar für alle heimischen Ligen – von der 3. Kreisklasse bis zur 3. Bundesliga. „Es wurde die ganz normale Saisonplanung gemacht. Es fehlt aber noch das Grüne Licht des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB)“, sagt Dieter Salmen und fügt hinzu: „Wir können nach aktuellem Stand auch Doppel spielen.“

Aber es gibt noch weitere Hürden: Bevor ein Verein ein Heimspiel austragen darf, muss die jeweilige Kommune dem Hygienekonzept des Klubs zustimmen. „Das könnte noch Schwierigkeiten geben“, sagt Salmen. Außerdem weist der Kreiswart daraufhin, dass auch der Verlauf der Pandemie ausschlaggebend dafür ist, ob die Saison wie geplant gestartet werden darf.

Das Hygienekonzept

Beim Erstellen des Hygienekonzepts unterstützt der DTTB die Vereine. Der Verband gibt in seinem Schutz- und Handlungskonzept den Klubs nicht nur Empfehlungen für das Training, sondern auch für die Wettkämpfe. Die Kommunen müssen den Entwürfen der Vereine zustimmen, bevor sie wieder Punktspiele in ihren Sporthallen ausgetragen dürfen. Bei den „Maßnahmen für Wettkämpfe“ sieht der Verband in seinem Leitfaden unter anderem folgende Punkte vor:

Für An- und Abfahrt zu den Spielen gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebote. Das heißt: Die Teams dürften, wenn es genügend Plätze gibt, sogar in einem Auto anreisen.

Bei der Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig in der Sporthalle aufhalten, müssen die behördlichen Vorgaben beachtet werden. Es gilt zudem: „Die Zahl der anwesenden Personen ist möglichst zu minimieren.“ Daher soll der Zutritt zur Halle kontrolliert werden. Außerdem: „Personen, für die das Abstandsgebot gilt, halten einen Abstand von 1,5 Metern. Dies gilt beispielsweise auch für Mannschaftsbänke, Nebenräume und Tribünen.“

Die Vereine sollen die Ein- und Ausgänge sowie die Wege kennzeichnen – wenn möglich, nach dem Einbahnstraßen-Prinzip. Auf die Benutzung von Materialien wie Zählgeräte und Handtuchboxen soll verzichtet werden. Wenn sie verwendet werden, darf sie nur eine Person benutzen – oder sie müssen bei einem Wechsel gereinigt werden.

Ein Mikrofon muss von einer Plastiktüte überzogen sein – wechselt der Hallensprecher, wechselt auch die Tüte. Nach jedem Wettkampfabschnitt müssen die Spieler die Oberflächen und Kanten der Platten reinigen – bei einem Um- oder Abbau auch die Tischsicherungen. Nach den behördlichen Vorgaben sind die Boxen auf Landesebene 5 x 10 Meter und auf Bundesebene 6 x 12 Meter groß.

Die Absagen

Bereits feststeht, dass der Hessische Tischtennis-Verband (HTTV) alle weiterführenden Turniere bis Ende September abgesagt hat. Dazu zählen die Ranglisten und Kreismeisterschaften. Der Verband wartet für die Veranstaltungen im letzten Vierteljahr noch ab, wie sich die Situation entwickelt.

Klar ist nun auch, dass die Junioren-Europameisterschaft Anfang September in Zagreb nicht stattfindet. Der Europäische Verband sagte die Veranstaltung, an der Sophia Klee vom SC Niestetal teilnehmen wollte, aufgrund des zu großen Risikos ab.

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