Tjarde Bandowski über seinen Fünferpack und die Arbeit mit Papa Volker

„Es wird auch mal munter diskutiert“

Ein Fußballer tankt sich durch zwei Gegenspieler hindurch auf einem Kunstrasenplatz
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Mit Zug zum Tor: Der Bergshäuser Tjarde Bandowski (Mitte), hier im Spiel aus der vergangenen Saison gegen die Rengershäuser Sefa Yagiz Toksoy (links) und Lukas Kahnt, erzielte in Heiligenrode beim 5:0-Erfolg alle fünf Treffer.

An das Stadion am Park in Heiligenrode wird Tjarde Bandowski nun seine ganz persönliche Erinnerung haben. Mit ihr verbunden sind die Zahlen 2, 40, 45+1, 65 und 71. Also die Minuten, in denen der Stürmer der FSV Bergshausen zuschlug. Fünfmal beim 5:0. Und nachdem der 22-Jährige bereits am vergangenen Spieltag vier Tore beim 7:1 gegen Zierenberg erzielt hatte, durfte er nun innerhalb von einer Woche neunmal jubeln.

„Ich habe schon ein paar mehr Nachrichten als sonst bekommen. Aber die Tore waren von unserer Mannschaft auch toll herausgespielt“, sagt Bandowski, der mit seinem Team schon wieder auf dem Weg nach oben ist. Vier Spiele, vier Siege, 17:2 Tore – mittlerweile hat der Aufsteiger das Top-Trio der Fußball-Gruppenliga bereits in Sichtweite. Großen Anteil daran hat auch Bandowskis Vater Volker, der seit Anfang Oktober zusätzlich zu seinem Amt als sportlicher Leiter auch als Interimstrainer fungiert, nachdem man sich von Michael Briehl getrennt hatte.

„Das habe ich natürlich vorher mit meinen Söhnen abgeklärt, aber unser Verhältnis auf dem Platz ist sehr professionell. Dass es hin und wieder auch eine Meinungsverschiedenheit gibt, ist doch ganz normal“, sagt Volker Bandowski, der neben Tjarde auch noch Malte in seinem Team hat. Und was sagt der Fünffachtorschütze zum Vater-Trainer-Sohn-Verhältnis? „Das passt schon gut. Das Wichtigste ist, dass wir ehrlich miteinander sind, und dann wird nach den Spielen auch mal munter diskutiert“, sagt Tjarde Bandowski, dessen weiterer Bruder Jannik in Unterhaching 3. Liga spielt. „Er hat sich natürlich auch nach den fünf Toren gemeldet. Durch unsere Familiengruppe bei WhatsApp, die unsere Mutter im Liveticker-Stil füllt, bleiben wir stets auf dem Laufenden“, erzählt Tjarde.

Für Papa Volker kommt der Fünferpack nicht von ungefähr: „Während Malte als Instinktfußballer im Mittelfeld die Fäden zieht und fünf Meter vor dem Tor eher nochmal überlegt, ist Tjarde der eiskalte Knipser, der einfach den Fuß hinhält und das Tor macht.“ Bislang ist ihm das in dieser Saison bereits 13-mal gelungen, was in der Torschützenliste Platz drei hinter Özkan Beyazit (Kleinalmerode) und Jerome Kirschner (Weidenhausen II), die jeweils einmal mehr trafen, einbrachte.

Wo die Reise nun mit Bergshausen noch hingehen soll? „Wir wollen weiter oben dranbleiben, alles weitere wird sich zeigen“, sagt Tjarde Bandowski. Und Papa Volker sagt zu seiner Zukunft als Trainer: „Als sportlicher Leiter kann ich mich ja schlecht selbst entlassen. Nein, Spaß beiseite. Wir warten mal ab, was die nächsten Spiele bringen. Im Moment läuft es auf jeden Fall richtig gut.“

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