Gruppenligist FSV Kassel geht nach Saisonende freiwillig zurück in die Kreisliga A

Traditionsklub tritt kürzer

Thomas Hühner

Kassel. Einst eine gute Adresse im heimischen Fußball, plant der FSV Kassel nach Saisonende den Rückzug in die Kreisliga A. Derzeit spielt der Traditionsklub aus dem Osten der Stadt in der Gruppenliga und belegt den 14. Rang.

Nach Auskunft von Heinz Herwig, dem ersten Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden, will der Verein den „Wahnsinn“ nicht mehr mitmachen. „Wir haben derzeit keine Schulden, und das soll auch so bleiben“, erklärt Herwig die aktuelle Lage bei den Forstfeldern.

Die sportliche Situation

Heinz Herwig

Drei Senioren-Mannschaften, ein Frauen-Team und fünf Jugendmannschaften gehen derzeit für den FSV auf Punkt- und Torejagd. Die 1. Mannschaft spielt noch in der Gruppenliga. Am Mittwochabend hat sich die Mannschaft um Trainer Thomas Hühner mit einem 2:1-Erfolg gegen Wilhelmshöhe für die vierte Runde im Kreispokal qualifiziert. Nächster Gegner ist im Übrigen der Nachbar vom BC Sport. Die zweite Herren-Mannschaft spielt in der Kreisliga B und die Dritte absolviert ihre Partien in der Kreisliga C.

Die Spieler und Trainer

„Meine Mannschaft und ich werden bis zum Saisonende alles geben und versuchen, über unsere Leistung sportlich die Liga zu halten“, verspricht Trainer Thomas Hühner. Der Verein plant beim Neuaufbau nicht mehr mit dem Coach. Im Gespräch als als neuer Übungsleiter ist der ehemalige Süsterfelder Thomas Herwig, ein Verwandter von Heinz Herwig.

Gern würde der Klub mit einigen Spielern den Weg weitergehen, wenn sie unter den neuen Bedingungen denn wollen. Zudem wird der neue Trainer mit Nachwuchsspielern arbeiten. Ab übernächster Saison stehen dann die ersten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zur Verfügung.

Die Auswirkungen

Thomas Hühner

Zwei Spieltage vor Saisonende steht in der Gruppenliga nur mit dem FC Großalmerode ein Absteiger fest. Insgesamt müssen drei Klubs, die sich sportlich nicht qualifiziert haben, die Klasse verlassen - unabhängig vom FSV. Sollten die Forstfelder sportlich den Ligaverbleib schaffen, wird ihr Platz nicht neu besetzt.

Die Erinnerung

Der Verein war immer bestrebt, gute Jugendarbeit im Kasseler Osten zu betreiben und hat dafür jede Menge investiert. 1998 – nach dem Rückzug des FC Hessen – war der FSV als bestplatzierter damaliger Landesligist sogar der ranghöchste Kasseler Fußballverein.

Von Horst Schmidt

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