KSV Baunatral spielt in Erlensee auf Augenhöhe, verliert aber 0:2

Traumtore treffen KSV Baunatal ins Herz

Ein bisschen ratlos: Baunatals Nicolai Lorenzoni (links) und Patrick Krengel haben in Erlensee eine ärgerliche Niederlage hinnehmen müssen. Archiv
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Baunatals Nicolai Lorenzoni (links) und Patrick Krengel haben in Erlensee eine ärgerliche Niederlage hinnehmen müssen. Archiv

Fußball-Hessenligist KSV Baunatal hat den Rückenwind des 4:0-Siegs beim FSV Fernwald nicht nutzen können: Die Mannschaft von Tobias Nebe musste am Samstag beim Tabellenzweiten 1. FC Erlensee eine 0:2-Niederlage hinnehmen.

In einem intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel machten zwei Traumtore von Tobias Wörner den Unterschied. „Das war eine ärgerliche Niederlage. Bei Erlensee waren zwei Sonntagsschüsse drin, bei uns sprang der Ball in einer ähnlichen Situation von der Unterkante der Latte ins Feld zurück“, meinte KSV-Trainer Nebe. Es stand noch 0:0, als ein Schuss von Daniel Borgardt ans Aluminium klatschte. Vier Minuten später erzielte Erlensee das 1:0 – bitter für den KSV. Die Baunataler sind auf Rang fünf punkt- und torgleich mit Bayern Alzenau und dem FC Hanau 93. Die Qualifikation für die Aufstiegsrunde ist für die Nebe-Elf weiter möglich, die Aufgabe wird durch die Niederlage in Erlensee nicht leichter. Der FCE hat dagegen die Qualifikation für die Aufstiegsrunde nun auch rechnerisch geschafft.

Die Gäste, die krankheitsbedingt auf Stürmer Sebastian Schmeer verzichten mussten, begannen sehr engagiert. Beide Mannschaften waren von Beginn an hellwach und gestatteten durch gutes und aufmerksames Verteidigen zunächst keine Torchancen. In der 20. Minute setzte Erlensees Jan Lüdke einen Heber etwas zu hoch an, auf der Gegenseite flog die Kugel nach einem Drehschuss von Manuel Pforr drüber. Kurz vor der Pause erarbeitete sich der FCE eine leichte Überlegenheit, weil der KSV sich einige Ungenauigkeiten im Spielaufbau leistete. In der 39. Minute wurde nach einem Fehler von Baunatals Torwart Max Stellbogen ein Kopfball von Tobias Meub auf der Linie geklärt, ein Torabschluss von Moritz Kreinbihl (41.) strich wenig später am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich zunächst wenig. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und boten trotz weiter ausbleibender Großchancen den rund 150 Zuschauern ein gutes Hessenliga-Spiel. In der 55. Minute vergab der nach einer halben Stunde für den verletzten Mounir Boukhoutta eingewechselte Baunataler Hüseyin Cakmak die bis dahin beste Torchance des Spiels: Gut von Manuel Pforr freigespielt, scheitere Cakmak aus kurzer Distanz am gut reagierenden FCE-Schlussmann Jens Westenberger.

Baunatal spielte auf Sieg und hätte womöglich auch gute Karten gehabt, wenn der Ball nach dem Schuss von Daniel Borgardt von der Unterkante der Latte hinter statt vor die Linie gesprungen wäre (66.). Vier Minuten später klärten die Gäste nach einem Einwurf den Ball nicht weit genug, Philipp Wörner legte sich den Ball 18 Meter vor dem Tor noch einmal selbst auf und schoss das 1:0. Sieben Minuten später war die Distanz deutlich weiter, doch Wörner versuchte es erneut – und wieder schlug die Kugel ein. „Zwei solche Treffer sind mir in einem Spiel noch nicht gelungen, da hat einfach alles gepasst“, freute sich der defensive Mittelfeldspieler des FCE.

Nach dem 2:0 waren die Hausherren obenauf, jetzt lief auch der Ball besser in den eigenen Reihen. Jan Lüdke hätte das mit dem 3:0 krönen können, scheiterte in der 82. Minute aber am Torpfosten. Baunatal gab auch nach dem Rückstand nicht auf, doch dem Team von Trainer Tobias Nebe fehlte in der zweiten Hälfte in den Offensivaktionen oftmals die Präzision. (Von Frank Schneider)

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