„Treffen ins Schwarze“

„Gutes für die, die Gutes tun“: Halbzeitbilanz der HNA-Fitness-Aktion für Pflegekräfte

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Training für die Rückenmuskulatur: Trainer Nejat Sunel vom Fitnesspark Bebra zeigt Beate Patan (links) und Simone Gregor wie eine Übung mit Zugbändern richtig ausgeführt wird.

Kassel. „Ich bin wahnsinnig stolz auf alle Beteiligten“, sagt Marina Orth. Die Gesundheitsbotschafterin koordiniert die HNA-Fitnessaktion „Gutes für die, die Gutes tun“.

Dabei können 100 Pflegekräfte in sechs Fitnessstudios aus der Region acht Wochen lang gezielt gegen all die Probleme arbeiten, die ihr Job mit sich bringt. Nach vier Wochen ist es Zeit für eine Zwischenbilanz.

„Wir haben genau den richtigen Ansatz gewählt. Das Angebot wird von den Pflegekräften sehr gut angenommen“, sagt Orth erfreut. Die Kursleiter in den Fitnessstudios verfolgen zwar alle einen standardisierten Plan, den sie zuvor gemeinsam mit Orth ausgearbeitet haben – „die Trainer gehen aber auch stark auf die individuellen Probleme ein. So stochern wir nicht ins Leere, sondern treffen genau ins Schwarze.“ Zweimal pro Woche kommen die Teilnehmer zum Einzeltraining, einmal gibt es eine Gruppeneinheit mit theoretischem Anteil. Wer die mal verpasst, bekommt die Informationen dann schriftlich per E-Mail.

Marina Orth freut sich darüber, dass durch die Fitnessaktion die gesundheitlichen Probleme von Pflegekräften besondere Aufmerksamkeit erfahren. „Die Trainer kannten sich schon vorher aus. Aber nun sind auch die Servicekräfte und die Mitarbeiter von Gastronomie, Sauna und Empfang in den Studios noch einmal mehr sensibilisiert“, sagt Orth. Einige Gruppenleiter hätten ihr berichtet, dass sich das herumspricht, so Orth. Noch etwas mehr Interessenten wünscht sich Nejat Sunel, der Inhaber des Fitnessparks Bebra. Er kann sich gut vorstellen, auch künftig spezielle Kurse für Menschen aus Pflegeberufen anzubieten – wenn die Nachfrage besteht. Die sechs Teilnehmerinnen der Aktion, die im Fitnesspark dabei sind, sind laut Sunel begeistert. „Sie haben schon jetzt mehr Ausdauer im Alltag. Morgens sind sie nicht mehr so müde und kommen schneller auf die Beine“, berichtet er über die Erfahrungen der sechs Frauen. Besonders oft macht Sunel mit seinen Schützlingen Freihanteltraining. Geführte Bewegungen, wie man sie an Geräten mache, entsprächen nämlich nicht den Alltagsbelastungen der Pflegerinnen. „Sie müssen an der Arbeit häufig schwer heben. Das üben wir: Wie geht man richtig in die Knie, wie geht man mit dem Popo nach hinten?“

Auch auf die unterschiedlichen Ziele und Probleme der Teilnehmerinnen geht Sunel ein. Die meisten seiner Kursteilnehmerinnen seien sportlich – da gehe es darum, Muskelgruppen zu trainieren, die bislang vernachlässigt wurden. Zwei Pflegerinnen hätten besonders mit Rückenschmerzen zu kämpfen gehabt – die seien nun besser geworden. Zwei andere hätten sich zum Ziel gesetzt, Gewicht zu verlieren – sie haben spezielle Ernährungspläne bekommen.

Den wöchentlichen Gruppentermin können die Teilnehmerinnen in Bebra wegen ihrer Schichtdienste allerdings nicht regelmäßig besuchen. „Dafür sind aber alle zweimal die Woche zum Training hier und sind sehr motiviert. Es läuft wirklich gut“, zieht der Bebraner ein positives Zwischenfazit.

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