Platz zwei im ersten Rennen

Triathlon-Bundesliga: KSV Baunatal überrascht beim Saisonstart

Vollgas auf der Rolle: Maurice Herwig überzeugt beim virtuellen Rennen der Triathlon-Bundesliga.
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Vollgas auf der Rolle: Maurice Herwig überzeugt beim virtuellen Rennen der Triathlon-Bundesliga.

Sie waren die Überraschung beim Saisonstart der Bundesliga: die Triathleten von Team Brille 1 des KSV Baunatal. Die Mannschaft belegte den zweiten Platz – und das als Aufsteiger im ersten Rennen.

Allerdings sah der Auftakt anders aus als gewohnt. Es war kein Wettkampf mit Schwimmen, Radfahren und Laufen. Aufgrund der Corona-Krise gab es zum Beginn ein virtuelles Radrennen auf der Online-Plattform Zwift.

Der Auftakt

Beim offiziellen Bundesliga-Auftakt fuhren die Triathleten mit dem Rennrad auf der Rolle vor dem Computer. 40 Kilometer war die Strecke lang, mit zwei Anstiegen und 300 Höhenmetern. Am ersten Berg attackierte der Baunataler Maurice Herwig und lag so zunächst in Führung. Die Entscheidung fiel schließlich im Sprint einer 15 Mann starken Führungsgruppe. Herwig belegte den fünften Platz, sein 17 Jahre alter Teamkollege Till Steuber fuhr auf Rang sieben. Knapp dahinter belegte Timo Pippart Platz zwölf, Dario Ernst beendet auf Rang 35 das Rennen. Die besten drei Fahrer jedes Teams kamen in die Mannschaftswertung. Dabei wurden die jeweiligen Platzierungen addiert. Die Baunataler erreichten so die Platzziffer 24 und belegten Rang zwei. „Das ist unglaublich. Eine bombige Leistung“, sagte KSV-Trainer Martin Busch.

Ein Nordhesse war mit seinem Team aber noch besser: Der Kasseler Fabian Reuter belegte in der Einzelwertung Rang zehn und gewann mit seinem Team Tus Griesheim. Die Sieger waren am Ende gerade einmal zwei Platzierungspunkte besser als die Baunataler.

Der Saisonverlauf

Aber nicht nur der Auftakt der Saison hat sich aufgrund der Pandemie verändert, sondern auch die komplette Serie. Es wird in der Bundesliga keine Saisonwertung und somit auch keinen Deutschen Mannschaftsmeister, keine Absteiger und keine Aufsteiger aus der 2. Liga geben. Der Grund dafür sind die durch die Corona-Krise veränderten Rahmenbedingungen und ungleichen Chancen bei der Vorbereitung.

Dennoch gibt es Wettkämpfe in der höchsten deutschen Liga – wie das virtuelle Radrennen am vergangenen Sonntag. Und weitere sind geplant. Bis zu fünf Wettkämpfe will die Deutsche Triathlon Union (DTU) veranstalten. Ein weiterer Termin steht schon fest: Am 26. Juli soll es ein dezentrales „Swim and Run“ geben. Dabei sollen die Triathleten erst 750 Meter Schwimmen und dann 5000 Meter laufen. Allerdings an verschiedenen Orten. Die Baunataler planen die Strecken in Darmstadt zu absolvieren. „Wir wollen den Wettkampf zusammen mit Darmstadt und Griesheim bestreiten – natürlich unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln. Dann müssen wir nicht allein über die Bahn laufen“, sagt Busch.

Und einen Wunsch haben sowohl die DTU als auch die Baunataler: mindestens ein normales Rennen in dieser Saison. „Ich hoffe, dass es eins im September im Bundesstützpunkt in Saarbrücken geben wird“, sagt Busch.

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