Kasseler Bastian Schalk belegt dritten Platz beim Wettkampf auf Amrum, Föhr und Sylt

Triathlon auf drei Inseln

Er hat es geschafft: Der Kasseler Triathlet Bastian Schalk sicherte sich nach dem Radfahren auf Föhr als Erster ein Fährticket für die Überfahrt nach Sylt. Er beendete den Wettkampf auf dem dritten Platz. Foto: Rauschendorfer/nh

Kassel. Dieser Triathlon ist etwas Besonderes. Drei Disziplinen, drei nordfriesische Inseln – das macht den Red-Bull-Tri-Islands aus. Zusammen mit 300 Teilnehmern ist auch der Kasseler Bastian Schalk bei diesem Abenteuer auf Amrum, Föhr und Sylt an den Start gegangen und schaffte als Dritter sogar den Sprung auf das Podium.

Der Wettkampf

„Es ist kein klassischer Triathlon. Es ist ein einmaliges Event“, sagt Schalk. Es geht schon ungewöhnlich los. Bevor die Triathleten starten, müssen sie eine 14-Kilometer-Wattwanderung von Föhr nach Amrum hinter sich bringen. Dann heißt es warten. Zwei Stunden lang, bis das Wasser wieder da ist. „Es war ein Ausharren, es war kalt und regnerisch“, sagt der 26-Jährige. Nachdem der Startschuss um 14.15 Uhr gefallen ist, schwimmen die Sportler drei Kilometer – immer gerade aus durch die Nordsee nach Föhr. Wer bei Strömung und Wind nicht aufpasst, schwimmt schnell mal bis zu zwei Kilometer mehr. Auf Föhr stehen 40 Kilometer Radfahren auf dem Programm. Schließlich bringen Speedboote die Sportler nach Sylt. Dort findet der Lauf über elf Kilometer statt, die letzten drei Kilometer auf Sand.

Die Besonderheit

Die Besonderheit bei diesem Triathlon ist der sogenannte natürliche „K.o.-Modus“. Denn die Triathleten müssen sich sputen, um nach dem Radfahren auf Föhr eines der Speedboote nach Sylt zu erreichen. Wer nicht bis 16.45 Uhr am Anlegesteg ist, muss auf der Insel bleiben und ist ausgeschieden. Grund sind die Gezeiten. Nach 16.45 Uhr ist das Wasser bereits so flach, dass die Boote nicht mehr nach Sylt fahren können.

Die Leistung

Der Wettbewerb findet zum dritten Mal statt, zum dritten Mal ist Schalk am Start. Nach Platz sechs und acht will er diesmal auf das Podium. Und schon beim Schwimmen beweist er seine gute Form. „Es lief richtig gut, ich habe schnell meinen Rhythmus gefunden.“ Er schafft die drei Kilometer in 40:41 Minuten und liegt auf Platz fünf. So gut war er bei diesem Rennen nach der ersten Disziplin noch nie. Der 26-Jährige wechselt schnell und steigt sogar als Dritter auf das Rad.

Der gebürtige Korbacher braucht nicht lange, bis er die zwei vor ihm fahrenden Kontrahenten abfängt und die Spitze übernimmt. Schnell baut er seinen Vorsprung aus. Auf den letzten fünf Kilometern geht er es langsamer an, eine Stunde braucht er für die 40 Kilometer auf dem Rad. „Es war auch mal ganz schön, sich in aller Ruhe in der Wechselzone die Schuhe anzuziehen“, sagt Schalk. Denn er hat Zeit. Er ist als Erster am Anlegesteg, allerdings passen zwölf Triathleten in ein Speedboot, und das legt erst ab, wenn es voll ist.

15 Minuten wartet er und zieht sich noch eine Mütze und eine Jacke an, denn es wird frisch auf dem Boot. Eine Viertelstunde dauert die Überfahrt. „Es ist schon verrückt, der Vorsprung, den man sich erarbeitet hat, ist dann weg. Es geht bei Null weiter.“

Gleich auf gehen die besten zwölf Sportler auf die letzten elf Kilometer. Zwei Laufspezialisten muss Schalk ziehen lassen, aber er vertedigt trotz großem Druck von Birger Jörgensen auf den letzten drei Kilometern auf Sand seinen dritten Rang in der Gesamtwertung. 47:24 Minuten hat er für die Laufstrecke benötigt, insgesamt war er 3:01 Stunden unterwegs.

Das Fazit

„Es hat endlich mal gereicht für das Podium. Ich bin sehr zufrieden“, sagt Schalk nach dem Rennen, das von der Belastung her einer klassischen Mitteldistanz ähnlich ist. In den nächsten Jahren will sich der 26-Jährige auf noch längere Distanzen wie den Ironman spezialisieren.

Von Manuel Kopp

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